Samstag, 18. März 2017

Überqualifiziert und langzeitarbeitslos ...

... ha ha ha ... damit haben Jürgen und ich viel Erfahrung


 Hier bei uns im Haus und in der Nachbarschaft leben viele Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen wenig Rente, Hartz IV, Sozialhilfe ganz oder dazu kriegen oder aber auch so wenig verdienen, dass sie so eben und eben auch ohne das überleben.

Nicht jeder davon ist geistig behindert oder einfach nur dumm und ungebildet und kann deshalb nur einen einfachen schlecht bezahlten Job ausüben.

 Und nicht jeder von den Leuten, die ausgesprochen gebildet sind, Abitur, eine gute Ausbildung, ein abgeschlossenes Studium oder gar einen Doktortitel und echte Prominente im zurückliegenden Lebenslauf, die heute im Geld schwimmen, haben, sind heute vollkommen abgestürzt, saufen, nehmen Drogen oder sind sogar vorbestraft, auch wenn manche aus Frust inzwischen dann doch soweit sind .. und auch die waren das nicht immer, sondern haben den Absturz in das, was man die Gosse nennt, nur nicht verkraftet.

 Wenn man dann natürlich auch noch aufgrund der Tatsache, dass keine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft mehr möglich ist, auch noch eine Weile das tut, was man "den Bach runter gehen nennt", das macht die ganze Chose dann noch schwieriger.

Ich selbst habe übrigens nie gesoffen, Drogen genommen oder bin sonst irgendwie abgestützt .. ich bin nur wütend auf einen Staat, der uns verarscht .. eben weil ich genug Hirn habe, um das auch beurteilen und durchschauen zu können, was mit Millionen von Menschen in diesem Land gemacht wird.

 Sowohl Jürgen als auch ich waren gute Schüler, sehr gute sogar . .mein Mann hat das Große Latinum, ich sowohl eine Fachabiturnote als auch eine der Allgemeinen Hochschulreife mit einer 1 vor dem Komma.

Wir haben beide studiert, der Jürgen sogar sehr lange .. haben allerdings beide keinen Studienabschluss, was das Thema überqualiziert noch schwieriger macht als in dem Artikel beim Spiegel beschrieben, den ich Euch gleich unter anderem zum Thema verlinken möchte.

 Wir haben beide jahrelang Jobs ausgeübt, in denen wir richtig viel Geld verdient und auch entsprechend viele Steuern und Sozialabgaben bezahlt haben und deshalb auch nulll schlechtes Gewissen, wenn dieser Staat uns jetzt mal was davon zurückzahlen muss in Form der Hartz-IV-Zuschüsse .. na und?

Wir haben die Kohle, die wir gerade kriegen, in Jahren eingezahlt und noch dazu Kinder in die Welt gesetzt und groß gezogen, die das jetzt auch gerade tun .. und zwar gemeinsam 6 Stück davon .. die auch Enkel erziehen, die damit weitermachen können ...

... dieweil schon aus genetischen Gründen mit der entsprechenden Intelligenz ausgestattet, die wir Ihnen als Großeltern über unsere genauso intelligenten Kinder mit in die Wiege gelegt haben.

Ob unsere Kinder oder Enkel später mal bis zur Rente durchhalten .. gerade wenn sie anfänglich erfolgreich und hochqualifiziert sein sollten .. ja das kann man ihnen nur wünschen .. nach unseren Erfahrungen aber eher hoffen, sie schaffen es dann später im Alter auch damit zu leben, trotzdem irgendwann den Rand der Gesellschaft kennenzulernen.
Jürgen und ich haben beide jahrelang weit über Tarif verdient, entsprechende Zeugnisse vorzuweisen ... und trotzdem null Chance auf dem Arbeitsmarkt.

Macht man dann Dinge wie ich, als Hilfsarbeiterin in einer Gärtnerei zu jobben oder Jürgen, als Leiharbeiter Hilfsarbeiten am Fließband zu machen ... das ist dann der Supergau so einer abgebrochenen Karriereleiter.

Egal wie viel Du drauf hast, Du kriegst in diesem Land nie mehr gut bezahlte Arbeit.

Viele unserer Texter-Kollegen, die wir aus dem Texter-Forum kennen, haben studiert und richtig gute Zensuren gehabt, sind hochgebildet .. denn ohne dem kann man unseren Job gar nicht ausüben .. das geht nur mit einer entsprechenden sehr guten Allgemeinbildung und Kreativität.

Bezahlen tut einen niemand dafür wirklich .. aber immerhin macht diese Arbeit Spaß.

Unser Portal kann übrigens absolut nichts dafür. Das ist eine Entwicklung auf dem digitalen Arbeitsmarkt, die nur eine der ersten ist von einer Reihe anderer Möglichkeiten, Jobs auszulagern, die erst mit dem Thema Industrie 4.0 auf die nächsten Generation zukommen werden.

Und das wird gezielt gefördert durch einen Staat, deren Regierungsspitze nur die Reichen fördert und dem das Volk auf der Straße mit oder ohne Intelligenz genau genommen doch ganz egal ist .. im Gegenteil .. umso früher wir im Alter sterben, umso besser .. das spart ja Rente.

Und in jungen Jahren kann man die Menschen doch ausnutzen, auch so gut bezahlen, dass sie neue Arbeitssklaven .. auch hochqualifizierte .. als Nachschub in die Welt setzen.

Und falls das nicht reicht, lockt man die eben aus dem Ausland hierher .. woher die billigen Arbeitskräfte kommen, ist doch egal.

So ... das war meine Erfahrung zum Thema überqualifiziert und im Alter langzeitarbeitslos .. und die von Jürgen sieht nicht anders aus .. und auch nicht die etlicher Leute hier aus der Gegend, die nicht minder gebildet und gut ausgebildet sind als wir und trotzdem heute im Alter bettelarm.

Nun ein paar Links aus dem Netz zum Vertiefen dieser Form von Arbeitslosigkeit hierzulande.

http://www.spiegel.de/karriere/ueberqualifizierte-bewerber-bloss-nicht-zu-authentisch-sein-a-1039093.html

Ich bin wer, ich kann was, wieso krieg ich keinen Job?

Der Bewerber ist der absolute Top-Kandidat. Er hat alles richtig gemacht. Und doch stellt ihn niemand ein - 161 Bewerbungen blieben erfolglos. Karriereexpertin Svenja Hofert rät zur Verstellung: Spielen Sie Schmidtchen und nicht Schmidt.
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Also lachen kann ich über solche schlechten Scherze eigentlich nicht.
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In nächsten Link steckt die heutige Forderung, für möglichst kein Geld Überstunden ohne Ende zu schieben .. wieso eigentlich sollten Menschen .. die modernen Arbeitssklaven hierzulande .. noch das Bedürfnis haben, auch Freizeit, Zeit für die Familie oder gar Freunde oder Hobbys und den Lebenspartner zu haben ... das heißt sich nicht bis zum Burnout auszupowern .. sondern für anständig gemacht Arbeit feste Arbeitszeiten und ein anständige Gehalt zu verlangen ???
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http://www.spiegel.de/karriere/bewerbungen-work-life-balance-und-sabbaticals-a-1036743.html

Wann geraten Bewerber unter Faulpelz-Verdacht?

Unternehmen verlangen von Neulingen meist vollen Einsatz. Sollte man Themen wie Teilzeit oder Sabbaticals bei Bewerbungen besser meiden? In der neuen Serie "Jetzt mal ehrlich" spricht ein Personalchef Klartext.
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Und so wird man dann oft behandelt, sollte man sich tatsächlich mal wo vorstellen dürfen .. was mit zunehmendem Alter natürlich immer seltener und im Alter von Jürgen und mir so gut wie nie mehr der Fall ist .. obwohl die Jobcenter natürlich verlangen, dass man sich das immer wie antut so zu tun, als hätte man noch die Hoffnung, mal anständig bezahlte Arbeit zu finden .. die natürlich kein Mensch knapp unter oder sogar über 60 mehr haben kann hierzulande.
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http://www.spiegel.de/karriere/vorstellungsgespraech-was-bewerber-an-unternehmen-kritisieren-a-1018135.html

Daraus mal unten:

Diese Ergebnisse hat Softgarden im Januar bei einer Umfrage auf ihrem eigenen Bewerbungsportal ermittelt. Repräsentativ sind sie nicht, trotz einer Zahl von fast 1200 Teilnehmern, Durchschnittsalter 32 Jahre. Doch angesichts dieser Größenordnung sollten Unternehmen das Thema ernst nehmen. Die Ergebnisse passen leider auch zu den Erfahrungen vieler Arbeitnehmer: Sei es, dass sie im Vorstellungsgespräch mit falschem Namen angeredet wurden, oder dass der Geschäftsführer während des Gesprächs ein Eis am Stiel gegessen hat.
Für das Image des Unternehmens sind solche Bewerbererfahrungen verheerend, denn sie sprechen sich herum. Wer so was erlebt, rät Freunden und Bekannten von einer Bewerbung dort ab, manche boykottieren sogar die Produkte der Firma.
Die Teilnehmer der Softgarden-Umfrage haben auch ihre Wünsche für bessere Vorstellungsgespräche aufgeschrieben. Die prägnantesten:
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http://www.spiegel.de/karriere/bewerbung-die-besten-absageschreiben-2014-a-1001209.html

Ach ja ... natürlich soll man immer so tun, als sei nun ausgerechnet diese oder jene Firma was ganz Besonderes .. obwohl man doch heutzutage dazu gezwungen wird, sich überall, wo es nur geht, zu bewerben ... diese Heuchelei ist auch eine Folge von Hartz IV und wird sicher nicht jedem gelingen.
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Prämierte Absageschreiben Brennen Sie eigentlich für unser Unternehmen?

Eine Absage enttäuscht Bewerber immer, eine schlecht geschriebene kann ein Schlag ins Gesicht sein. Nun sind die besten Abfuhren prämiert worden.

Daraus:

"Wer einen Korb verteilt, kann das auch mit Charme tun", sagt Bewerbungscoach und Buchautor Jürgen Hesse. Er schätzt, dass Bewerber in 50 Prozent der Fälle nie eine Rückmeldung erhalten. Und wenn doch, dann grenzen viele an Unverschämtheit, sagt Hesse, der jährlich Hunderte Klienten berät.  
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http://www.spiegel.de/karriere/spiegel-job-fuenf-schraege-bewerbungen-a-965917.html

Als uns mal in einem Bewerbungstraining .. glaube das war im Jahr 1999 oder 2000 auf der Grone-Schule .. empfohlen wurde, uns auf ungewöhnliche Art und Weise zu bewerben, habe ich das ausprobiert.

Eine der Firmen schickte meine Bewerbung an den Chef dieser Einrichtung und ich bekam, obwohl ich genau dieses Schema befolgt hatte ... übrigens ein guter Tipp, um ein Vorstellungsgespräch zu kriegen, was aber nicht heißt, den Job auch zu bekommen, denn diese Leute wollen diese Verrückte dann nur mal kennenlernen .. aus reiner Neugierde, so meine Erfahrung ... von dort dann einen Anschiss.

Das zum Thema Bewerbungstraining übers damals noch Arbeitsamt .. die von heute der Jobcenter sind aber auch nicht besser.

Na ja ... mal was daraus und dann höre ich mal auf mit dem Thema Arbeitssuche. Die meisten Menschen kennen das ja zur Genüge heute.
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Fünf schräge Bewerbungen

DIN A4, ordentlich geheftet, ausreichend frankiert - kann ja jeder. Diese fünf Menschen bewarben sich anders: größer, bunter, multimedialer. Im neuen Magazin SPIEGEL JOB erzählen sie, was es ihnen gebracht hat.

 Fünf Menschen, fünf Wege, ein Ziel: einen Job zu finden.
Christopher Oberst, 22, passte seine Bewerbung als Malerlehrling dem Design des Arbeitgebers an: blaue und violette Linien, dazu das Logo der Firma "malerdeck".
Victor Petit, 27, aus Paris versuchte es mit einem "sprechenden Lebenslauf": Er versandte eine Bewerbung mit QR-Code.
Christine Dingler verbreitete ein Bewerbungsvideo über soziale Netzwerke. Ihr Blog heißt "Punktefrau".
Ralph Knapp, 55, aus Wuppertal wählte ein traditionelles Medium: Er warb auf zwei Plakatwänden für sich.
Björn Braune, 39, erstellte das selbstironische Video "The Björn", und richtete die Website www.bjoernstarter.de ein.
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Ach ja .. es steht leider nicht dabei, ob die fünf damit Erfolg gehabt haben oder nicht .. smile.
LG
Renate

Dienstag, 14. März 2017

Die Aussagen der Linken zum Armutsbericht vom 02.03.2017

Ich kopiere das mal hier rein.


Ich selbst habe ja auch schonmal dazu was gesagt. Katja Kipping sagt ziemlich schonungslos die Wahrheit, und das ist gut so.

Armutsbericht: Armut auf neuem Höchststand - Umverteilen Jetzt!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen am 2. März 2017 einen Armutsbericht herausgegeben: Die Armut in Deutschland ist auf einem neuen Höchststand angekommen. Katja Kipping, Parteivorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE sieht darin das Versagen der CDU/CSU- und SPD-geführten Bundesregierung in Sachen Armutsbekämpfung und erklärt: "Wir brauchen eine radikale Umverteilung von oben nach unten, damit Armut in Deutschland beseitigt wird."


 Pressemitteilung von Katja Kipping,

Wohlfahrts- und Betroffenenorganisationen haben heute einen Armutsbericht herausgegeben, aus dem hervorgeht, dass die Armut in Deutschland auf einem neuen Höchststand ist. Dies zeigt das eklatante Versagen der CDU/CSU- und SPD-geführten Bundesregierung in Sachen Armutsbekämpfung“, erklärt Katja Kipping, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Kipping weiter:
„Der Bericht zeigt, dass sofortiger Handlungsbedarf besteht: Wir brauchen eine radikale Umverteilung von oben nach unten, damit Armut in Deutschland beseitigt wird. Da hilft auch kein Herumdoktern an einem marode gesparten Sozialsystem: Es braucht dringend ordentlich bezahlte Erwerbsarbeit, eine Aufwertung der frauentypischen Berufe, den Ausbau und die Demokratisierung von sozialer Infrastruktur und Dienstleistungen, eine Kindergrundsicherung für alle Kinder und Jugendlichen sowie eine solidarische Mindestrente und eine sanktionsfreie Mindestsicherung – unter 1.050 Euro droht Armut. Finanziert werden kann das nur durch eine radikale Umverteilung von oben nach unten. Wer das nicht will, will Armut nicht abschaffen, sondern beibehalten.“

LG
Renate
 

Thema Mietobergrenzen in Kiel

Ich verstehe das nicht ganz, aber vielleicht ja die Kieler, die es betrifft


Ein Text zu den Problemen bei den Kieler Mietobergrenzen von Sozialberatung Kiel. Ich verlinke mal dahin.


LG
Renate

Freitag, 10. März 2017

In Preetz wurden zwei Schafe auf der Weide "vermutlich geschächtet"

Unsere Form von Tierliebe zu vermitteln, sollte Integration ja wohl beinhalten


Ich fand gerade bei Facebook in einer örtlichen Gruppe die Nachricht, dass in der Nähe unserer Preetzer Realschule/ dem Gymnasium bzw. Fachgymnasium einem Schaf die Kehle durchgeschnitten wurde, dann hat man es ausbluten lassen und fachgerecht zerlegt .. also sozusagen auf islamische Art geschächtet, wenn ich das richtig sehe.

In einem der Kommentare drunter las ich, dass genau das Gleiche auch schon mit einem Schaf in der Wakendorfer Straße in Preetz gemacht worden ist.

Die Diskussion wurde dann vom Admin der Gruppe geschlossen.

Also ganz ehrlich, bei allem Verständnis dafür, dass Menschen von vollkommen fremden Kulturen bei uns Schutz suchen und auch bekommen.

Kann diesen Menschen nicht als allererste Lektion in ihren Integrationskursen beigebracht werden, was für eine Beziehung in Deutschland die meisten Menschen zu ihren Haustieren haben ???

Und was Menschen in Deutschland dabei empfinden, wenn sie lesen, dass ein Tier auf derart bestialische Art und Weise umgebracht worden ist, das wäre eine Grundvoraussetzung für Integration, dass man das diesen Menschen als Allererstes beibringt, am besten über einen Dolmetscher, bevor sie unsere Sprache so gut sprechen, um es vielleicht dann inzwischen von alleine zu kapieren.

Und auch wenn die Diskussion in der Facebook-Gruppe aus Angst mal wieder geschlossen wurde.

Sowas darf nicht passieren und sich so zu verhalten, das Recht hat auch kein Ausländer, egal warum der hier ist und ob er unseren Schutz braucht und auch kriegen sollte.

Deshalb poste ich das, denn so viel Angst, mal meine Meinung zu so einem Thema zu sagen, habe ich dann doch nicht.

Und nein, ich bin nicht grundsätzlich ausländerfeindlich, aber sowas finde ich schlicht ekelhaft und denke, es hat was damit zu tun, dass viele Menschen aus sonstwas für Ländern das leider nicht anders kennen, aber sehr wohl in der Lage sein sollten zu lernen, dass man hier erstens nicht die Tiere anderer Menschen einfach schlachten kann und darf und schon gar nicht so grausam.

Und wer das nicht begreifen möchte, der kann ja wieder nach Hause gehen, egal was da los ist, oder nicht ???

Geschockte Grüße
Renate

Dienstag, 7. März 2017

Ein wichtiges Urteil für Alleinerziehende mit Kindern ...

... falls die Kinder eigene Einkünfte haben sollten


Bitte lesen, denn es kann sein, dass Ihr dann erheblich mehr Anspruch bei Euren eigenen Mietanteil habt.

Ich verlinke mal zu dem Urteil, das bei Sozialberatung Kiel übernommen wurde.


LG
Renate

Ein paar interessante Texte aus dem neuen Newsletter der Linken

Zu Sozialwohnungen ... oder ein offener Brief an Martin Schulz


Wir brauchen jährlich 5 Mrd. EUR für den sozialen Wohnungsbau

Seit 1990 sind über 50 Prozent der Sozialwohnungen verschwunden. Pro Jahr verschwinden weitere 45.000. Merkel und die SPD schauen diesem Niedergang und den explodierenden Mieten nur zu. Gebraucht werden ein Neustart und mindestens 5 Mrd. Euro jährlich für den sozialen Wohnungsbau. Das ist die politische Schlussfolgerung aus einer Anfrage von Caren Lay, MdB und stellvertretende Parteivorsitzende der LINKEN, an die Bundesregierung. Weitere Informationen auf der Website von Caren Lay.

Offener Brief von Christoph Butterwegge an Martin Schulz

Der Armutsforscher Christoph Butterwegge, der am 12. Februar als Kandidat der LINKEN bei der Wahl des Bundespräsidenten antrat und dort ein weit beachtetes Ergebnis erzielte, ist im Jahr 2005 wegen der Agenda 2010 aus der SPD ausgetreten. Jetzt hat er sich mit einem Offenen Brief an Martin Schulz gewandt und den Kanzlerkandidaten der SPD aufgefordert, einen vollständigen Bruch mit Hartz IV zu vollziehen.

Diesen Offenen Brief an Martin Schulz übernehme ich mal hier rein:

 

SPD Lieber Martin Schulz!

Christoph Butterwegge trat 2005 wegen der Agenda 2010 aus der SPD aus. In einem offenen Brief an den SPD-Kanzlerkandidaten fordert er eine Abkehr von Hartz IV.
26.02.2017 18:18 Uhr
Von Christoph Butterwegge
 
 Kürzlich saßen Sie bei der Bundesversammlung neben mir in der ersten Reihe. Wir haben beide die soziale Gerechtigkeit zum Leitbild unserer politischen Arbeit erhoben, weshalb ich große Hoffnungen hinsichtlich einer Veränderung der Regierungspolitik unseres Landes in Sie setze. Illusionen bezüglich der Wandlungsfähigkeit einer Partei, aus der ich 2005 wegen der Agenda 2010, der Hartz-Gesetze und der Tatsache ausgetreten bin, dass sie trotz einer rot-rot-grünen Bundestagsmehrheit und der Möglichkeit einer Regeneration in der Opposition eine große Koalition mit der Union bildete, hege ich gleichwohl nicht.
 
 Mitglieder und Millionen frühere Wähler der SPD projizieren heute ihre politischen Wunschvorstellungen auf Sie, obwohl sie die Parteiführung in der Vergangenheit immer wieder enttäuscht hat. Auf mehrere Tausend Neueintritte seit Ihrer – von Sigmar Gabriel schlau inszenierten – Nominierung als Kanzlerkandidat und SPD-Vorsitzender können Sie stolz sein. 1972, im Jahr des „Willy“-Wahlkampfes, wurden allerdings mehr als 100 000 Mitglieder unter 35 Jahren aufgenommen. Trotzdem hat die wenig später mehr als eine Million Mitglieder zählende Partei momentan nicht einmal mehr 500 000. Dass jedoch vor allem viele junge Menschen in die SPD drängen, seit Sie Angela Merkel herausfordern, zeigt die enorme Anziehungskraft solcher Ideale wie Solidarität und sozialer Gerechtigkeit zu einer Zeit, in der sich die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft.
 
 Wie mir scheint, haben Sie die wachsende soziale Ungleichheit als Hauptproblem der Gesellschaftsentwicklung erkannt, gehen aber nicht über Andeutungen hinaus, wie die bestehenden Verteilungsverhältnisse korrigiert werden können. Sonst müssten Sie mit Hartz IV auch den Kern des Reformwerks infrage stellen, das Gerhard Schröder in seiner „Agenda 2010“ genannten Rede begründet hat. Die harten Zumutbarkeitsregelungen und die drakonischen Sanktionen der Jobcenter vor allem für unter 25-Jährige sind nicht bloß für die Betroffenen entwürdigend, sondern haben auch Belegschaften, Betriebsräte und Gewerkschaften genötigt, schlechtere Arbeitsbedingungen und niedrigere Löhne zu akzeptieren. Ich bin sehr gespannt auf Ihre Änderungsvorschläge dazu.
 
 Was nützt den Erwerbslosen die von Ihnen ins Gespräch gebrachte Verlängerung des Arbeitslosengeldes I für Ältere, wenn ein Viertel aller Neuzugänge überhaupt nicht in seinen Genuss kommt und die große Mehrheit der Erwerbslosen bloß noch das Arbeitslosengeld II bezieht? Im Rahmen des „Hartz IV“ genannten Gesetzespaketes wurde mit der Arbeitslosenhilfe eine den Lebensstandard der Langzeiterwerbslosen noch halbwegs sichernde Lohnersatzleistung, die 53 bzw. (bei Vorhandensein unterhaltsberechtigter Kinder) 57 Prozent des letzten Nettoentgelts betrug, durch eine Lohnergänzungsleistung auf Fürsorgeniveau, das Arbeitslosengeld II, ersetzt. Dies war der mit Abstand schwerste Eingriff in das Arbeits- und Sozialrecht der Bundesrepublik. Dazu kann heute kaum schweigen, wer glaubwürdig für mehr Gerechtigkeit eintritt.
 
 Zwar konzedieren Sie, dass die SPD im Rahmen der „Agenda“-Politik bestimmte Fehler gemacht hat, die Sie nach Ihrer Wahl zum Bundeskanzler korrigieren möchten. In Wirklichkeit war die Agenda 2010 aber selbst der entscheidende Fehler und ihre Konzeption des „aktivierenden“ Sozialstaates grundfalsch, weil diese den Erwerbslosen unterstellt, passiv und deshalb an ihrer Situation selbst schuld zu sein. Dagegen beruht die Politik des aktiven Sozialstaates, wie man ihn bis dahin kannte, auf der Erkenntnis, dass nicht die Betroffenen faul sind, sondern das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, in dem sie leben.
 
 Sie, verehrter Martin Schulz, beschränken Solidarität m. E. zu sehr auf die Mitte der Gesellschaft und fordern Gerechtigkeit für „hart arbeitende Menschen, die sich an die Regeln halten“, wie das schon Bill Clinton tat, bevor er die US-amerikanische Sozialhilfe abschaffte. Millionen Erwerbslose würden gern hart arbeiten, sind jedoch – manchmal jahrzehntelang – durch ihre schlechte berufliche Qualifikation, eine Betriebsschließung oder eine schwere Krankheit daran gehindert. Die nächste – hoffentlich von Ihnen geführte – Bundesregierung sollte sich zuerst um diese Erwerbslosen, sozial am meisten Benachteiligten und Transferleistungsbezieher kümmern, weil alle Menschen – keineswegs nur Berufstätige und Gesetzestreue – das Recht haben, in Würde zu leben.
 
 Selbiges gilt natürlich für Kleinstrentnerinnen und Kleinstrentner. Denen und Millionen Arbeitnehmern nützt die von Ihnen angekündigte „Stabilisierung des Rentenniveaus“ wenig, weil sich Letzteres aufgrund der unter Rot-Grün in die Rentenanpassungsformel eingefügten Dämpfungs- oder besser: Kürzungsfaktoren der Armutsgrenze immer stärker annähert. Erforderlich wäre die Rückkehr zum Rentenniveau der Jahrtausendwende, als es 53 Prozent (heute: 48 Prozent) betrug und den Lebensstandard von jahrzehntelang  sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Ruhestand noch halbwegs garantierte. Die kürzlich von der großen Koalition beschlossene Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge schwächt die gesetzliche Rentenversicherung weiter und liefert deren Mitglieder erneut den Risiken der Kapitalmärkte aus, wo sich das auch vom SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel beklagte „Riester-Desaster“ jederzeit wiederholen kann.
 
 Nötig ist die Absage an einen neoliberalen Gerechtigkeitsbegriff, wie ihn der letzte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück vertrat, als er 2003 eine Lanze für „Leistungsgerechtigkeit“ brach und diese Position kurz vor der Bundestagswahl 2013 bekräftigte: „Soziale Gerechtigkeit muss künftig heißen, eine Politik für jene zu machen, die etwas für die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitsplätze schaffen, kurzum, die Leistung für sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die – und nur um sie – muss sich Politik kümmern.“ Nein, unser Sozialstaat muss sich um alle Menschen kümmern, die Probleme haben, auch und gerade um solche, die wie Schwerstbehinderte, Obdachlose und Drogenabhängige nicht als „Leistungsträger“ im Steinbrück’schen Sinne gelten können!
 
 In den jüngsten Meinungsumfragen liegt Ihre Partei zwar vor CDU und CSU. Um die von Ihnen erzeugte Aufbruchstimmung bis zum Wahlsonntag am 24. September 2017 zu erhalten, sind neben einem unverbrauchten, sympathischen und humorvollen (Spitzen-)Personal jedoch ein attraktives Programm, eine realistische Macht- bzw. Mehrheitsperspektive der SPD sowie ein gemeinsames Projekt der künftigen Regierungspartner erforderlich. Zusammen mit der Union wären soziale Gerechtigkeit und eine Agenda der Solidarität selbst mit Ihnen als Bundeskanzler nicht zu verwirklichen. Dazu bedarf es vielmehr einer rot-rot-grünen Koalition und einer breiten außerparlamentarischen Bewegung. SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Linke verbindet das Bekenntnis zu einer solidarischen Bürgerversicherung, die – auf alle geeigneten Versicherungszweige ausgedehnt – den Sozialstaat wieder auf ein festes Fundament stellen und sich als gemeinsame programmatische Plattform einer R2G-Koalition eignen würde.
 
 Kaum ertönt Ihr Ruf nach mehr sozialer Gerechtigkeit mit der realistischen Chance eines politischen Richtungswechsels, schon warnen Lobbyisten, neoliberale Ökonomen und andere Bedenkenträger, der „Standort D“ könne unter der Bürde steigender Sozialleistungen zusammenbrechen. Angesichts der wütenden Reaktionen einzelner Wirtschaftsverbände auf Ihre bisherigen Reformvorschläge benötigen Sie mehr Mut, zu dem Frank-Walter Steinmeier nach gewonnener Wahl die Deutschen in seiner Rede vor der Bundesversammlung aufgefordert hat. Ohne weiterreichende Forderungen lassen sich nämlich auch im Falle Ihrer Wahl zum Kanzler die sozialen Verwerfungen und politischen Fehlentwicklungen seit der Jahrtausendwende nicht überwinden.
Mit solidarischen Grüßen
Ihr Christoph Butterwegge

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So familienfeindlich ist Deutschland inzwischen geworden !!!

Was man so mitkriegt und was ein Skandal ist !!!


Schon wir hatten es früher nicht leicht, in Deutschland eine Familie mit Kindern über die Runden zu bringen, aber damals ging es eigentlich ja noch.

Mein Mann und ich hatten halbwegs identische Arbeitszeiten, meistens halbwegs pünktlich Feierabend und am Wochenende freitags früher Schluss und Samstag und Sonntag normalerweise frei und Zeit für die Familie. Meine Mutter war zu Hause und noch nicht gezwungen, auch berufstätig zu sein und konnte sich den ganzen Tag um die Kinder kümmern, wenn ich arbeiten war.

Obwohl die Abende, der Freitag Nachmittag, die Wochenenden bei uns immer !!!! den Kindern gehört haben, habe ich heute so gut wie keinen Kontakt mehr zu ihnen .. und ich schiebe das darauf, dass schon ich zu viel gearbeitet habe und so versäumt habe, das aufzubauen, was man eine enge Mutter-Kind-Beziehung nennen kann .. weil ich sie nur tagsüber unter der Woche zur Aufsicht meiner Mutter überlassen habe.
...

Nun aber zur Familie heute in Deutschland !!!


Selbst wenn der Papa einen eigentlich qualifizierten Job hat und netto ca. 1.500 Euro im Monat nach Hause bringt, reicht das Geld alleine schonmal nicht aus.

Das bedeutet aber, dass er bei Steuerklasse III ca. 2.000 Euro brutto oder mehr verdient.

Wo kriegt man das denn heute noch bei den durch Hartz IV in den Keller gesunkenen Löhnen. Das ist bereits ein guter Job, den dieser Papa dann hat.

Für Frau, nur zwei Kinder und sich selbst reicht das aber nicht, um vom Jobcenter wegzukommen.

Mieten sind teuer. Wohnt man nicht direkt in der Großstadt, wo Mieten noch teurer sind, muss selbst dann mindestens ein Auto her, das finanziert werden muss.

Selbst wenn die Mama der Kinder nun noch ganzjährig 4 verschiedene Putzstellen hat, bei denen sie jeweils ca. 2 - 3 Stunden in der Woche Geld verdient, bringt auch das diese Familie nicht vom Jobcenter weg .. und diese Frau braucht dann bereits ein zweites Auto und die Möglichkeit, ihre Kinder irgendwo unterzubringen, was normalerweise in diesem Land auch nicht umsonst ist.

Das Jobcenter lässt die junge Mutter auch nicht in Ruhe .. sie muss nach Arbeit suchen, um wegen des zu geringen Verdienstes des Familienvaters die Bedürftigkeit der Familie zu beenden .. der Druck vom Jobcenter ist immer da.

Findet diese Frau jetzt noch in den Sommermonaten eine Teilzeitbeschäftigung, mit der sie zu ihren nachmittaglichen Putzstellen vormittags noch ca. 600 - 700 Euro netto nach Hause bringt, ist die Familie in der Zeit von Frühling bis Herbst dann endlich weg vom Jobcenter.

Oft verlangen derartige Jobs aber eine gewisse Flexibilität, egal ob das nun in der Gastronomie, im Gärtnereibereich oder sonstwo ist. Die Frau muss das also mit der Familie, den Kindern und allen damit zusammenhängenden Verpflichtungen und den Putzstellen, die sie nicht einfach aufgeben kann, unter einen Hut bringen.

Das Auto dieser Frau ist ununterbrochen auf der Straße unterwegs.

Ist keine Oma da .. und das ist heute selten der Fall, denn die wird ja auch vom Jobcenter gedrängt, voll bis zur Rente durchzuarbeiten ... muss bei kleineren Kindern ein Krippen- oder Kindergartenplatz her.

Der ist aber selten zu kriegen, aber muss eine Tagesmutter bezahlt werden, und selbst wenn es denn mit dem Platz im Kindergarten oder anderswo klappt, auch der kostet Geld.

Oft geben junge Mütter das Geld, was sie mit Mühe und Not verdienen, für die Betreuung ihrer kleinen Kinder wieder vollständig aus .. es bleibt nicht ein Cent in der Kasse von dem sauer verdienten Geld.

Aber es muss sein, denn anders gibt das Jobcenter keine Ruhe.

Anders als früher, wo es genügte zu sagen, man hat ab Frühling ja wieder Arbeit, wie beispielsweise im Bereich Gartenbau, Landwirtschaft oder Gastronomie .. heute ist der Druck in den paar Wintermonaten da, ständig unter Beweis zu stellen, dass man was anderes sucht, obwohl man doch eigentlich Arbeit hat als Mutter.

Und das Geld für die junge Familie reicht hinten und vorn nicht.

Auch die Zeit reicht nicht aus, um sich wirklich so um die Kinder kümmern zu können, wie man das gern tun würde.

Ich finde, das ist ein Skandal, worüber sich unsere Parteien mal Gedanken machen sollten, denn so kann das doch wirklich hierzulande nicht mehr weitergehen.

Die jungen Leute arbeiten sich kaputt, die Kinder leiden .. und alle sind und bleiben trotzdem mehr als arm dabei.

Schämen sollten sich unsere Politiker, die sowas haben nur um der Gewinninteressen der Großkapitalisten haben in Deutschland einreißen und zur Gewohnheit werden lassen.
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Schon ich habe zu viel gearbeitet und den Kindern zu wenig bieten können !!!!

Was werden die Kinder der jungen Eltern von heute später zu ihnen sagen, wenn die erwachsen sind und gestresste Eltern und ständig zu wenig Geld im Haus erlebt haben ???

Nachdenkliche Grüße
Renate