Samstag, 24. August 2019

Altonabloggt über fehlerhafte oder ungültige Eingliederungsvereinbarungen

Und nun haltet Euch fest - jede zweite davon ist nicht in Ordnung !!!


Es geht in dem Text von altonabloggt darum, dass der Bundesrechnungshof 3,4 Millionen Eingliederungsvereinbarungen der Jobcenter zur Prüfung vorliegen hatte und davon eine Auswahl auf Richtigkeit überprüft hat.

Es stellte sich bei dieser Prüfung heraus, dass .. und nun haltet Euch fest - jede zwei davon fehlerhaft oder sogar ungültig war.

Nun überlegt der Bundesrechnungshof, ob das nicht über das Parlement weiterverfolgt werden sollte.

Mehr zum Thema findet Ihr im Blog von altonabloggt. Hier ist der Link dahin:


LG
Renate

Mittwoch, 21. August 2019

Die Möchtegerntierschützer werden heute immer schlimmer

Was Jürgen mir vorhin wegen unseres letzten Einkaufs erzählt hat


 Also wenn wir mit Pepe einkaufen gehen, dann ist das von unserer Wohnung aus ja wirklich nur ein Katzensprung ... ganze 400 m.

 Ihr seht das ja auch oft an den Fotos, die ich unterwegs mache, dass es nicht weit und ganz sicher kein stundenlanger Ausflug ist.

Was Jürgen mir vorhin erzählt hat, ereignete sich bei unserem letzten Einkauf am Montag.

Es war ein Tag mit einem wilden Wettermix aus ab und zu Sonne, dann auch wieder Regenwetter .. nicht übermäßig warm draußen.

 Ich gehöre auch nicht zu den Menschen, die nun tagelang im voraus einkaufen, sondern ich kaufe normalerweise jeden 2. Tag ein, manchmal auch für 3 Tage, mehr aber nicht.

Wenn wir einkaufen, sitzt Pepe momentan in keinem Auto, sondern Jürgen wartet mit ihm draußen oder wenn er Tabak holt, warte ich solange-

Der ganze Einkauf dauert sicherlich nicht so lange wie der nächste Spaziergang, wenn wir diesen Einkauf nach Hause gebracht und was gegessen haben.

 In meinen Augen ist weder so ein Einkauf noch ein längerer Spaziergang ja kein stundenlanger Ausflug und kein Grund, nun ein Wassernapf und eine Wasserflasche für den Hund mitzunehmen.

Wir trinken in dieser Zeit selbst ja auch nichts.

Unser Hund hat zu Hause immer frisches Wasser stehen, kann über Tag trinken so viel er will und ja auch, wenn wir wieder da sind, falls er dann Durst haben sollte.

Na ja ...am Montag hat zuerst Jürgen Tabak vom Kiosk vorn geholt und ich habe ein paar Minuten, wenn überhaupt so lange, mit Pepe draußen gewartet.

Danach hat dann Jürgen mit ihm gewartet und ich bin rein, Lebensmittel kaufen.

Während ich einkaufen war, haben draußen eine mittelalte und eine junge Frau Jürgen blöd angemacht, warum unser Hund denn keine Wasserschüssel hätte, der könnte doch Durst haben.



Mein Mann ist von Natur aus ja relativ ruhig.

Wenn mir das passiert wäre .. ich habe inzwischen so einen Hass auf alle Möchtegerntierschützer, ich bin nicht sicher, ob ich die beiden Torten nicht rechts und links geohrfeigt und wüst beschimpft hätte.

Ich vermute, ich hätte das getan.

Ich hasse diese Sorte Mensch inzwischen wie die Pest.

Jürgen geht es im Prinzip genauso .. der ist nur ein wenig ruhig, vielleicht gut, denn ein Mann, der zuschlägt, hätte sicherlich schlechtere Karten als eine Frau, die bei sowas gleich zuschlägt.

Nach dem, was ich mit diesem Menschenschlag schon alles erlebt habe, bin ich aber soweit, sofort handgreiflich zu werden, denn bei solchen Menschen rast mein Puls und die Faust zuckt.

LG
Renate

Paar Mietnebenkosten-Tipps von der Seite gegen Hartz IV

Das ist sicher für viele recht interessant

Es geht in dem Text darum, was das Jobcenter oder Sozialamt davon als Einkommen anrechnen dürfen und was nicht, wenn man Nebenkosten wiederkriegt.

Sie dürfen nämlich nicht grundsätzlich alles als Einkommen anrechnen.


 Der erste Punkt, wo man was behalten darf ist, wenn man die Nebenkosten zu einer Zeit selbst bezahlt hat, als man noch gar kein ALG II bekommen hat.

30 Euro darf man davon immer behalten, wenn man sonst gar kein anderes Einkommen hat sogar bis zu 50 Euro.

Den Rest muss man leider angeben, das wird dann als Einkommen angerechnet.

...
Wenn das Jobcenter die Nebenkosten voll trägt, muss man leider auch alles dort angeben.

Oft ist es aber so, dass man einen Teil selbst bezahlen muss. Das geht dann ja vom Regelsatz ab und diesen Teil darf man behalten. Hier ist also rechnen angesagt.
...
Auch Aufstocker, die Teile der Kosten selbst bezahlen, dürfen diesen Teil behalten.
...
Gehören die Kosten für Warmwasser zu den Mietkosten, dürfen 18 % der Heizkosten auch von dem Erstattungsbetrag behalten werden.

...

Genauer erklärt wird das im Link oben, also bei Interesse, schaut da mal rein.

LG
Renate

Sonntag, 18. August 2019

Im Vergleich mit anderen sind Jürgen und ich bettelarm

Ein Rechner aus dem Spiegel, wo man das für sich nachrechnen kann




Es geht da momentan ein Rechner im Internet rum, wo man ausrechnen kann, wo man einkommenstechnisch ungefähr innerhalb der Gesamtbevölkerung liegt.

Also ich kriege 916,09 Euro  Rente

Das Jobcenter zahlt dem Jürgen noch 411,02 Euro ALG II, also momentan, hängt ja immer von unseren eigenen Einkünften ab, wie viel er aufgestockt kriegt.

Das wären zusammen dann schonmal 1.327.11 Euro.

Ich würde sagen, da wir mit dem Texten inzwischen nicht mehr viel dazu verdienen, dass wir mit Glück dann im Monat auf ca. 1.400 Euro kommen.


Die gebe ich da jetzt mal ein und schaue mal, wo wir dann da liegen.

Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind dann 89 % aller Menschen reicher als Jürgen und ich.

Bezogen auf Paare ohne Kinder im Haushalt sind es sogar 96 %.

Wenn ich, obwohl das ja nicht ganz hinkommt, weil ja nur ich bisher in Rente bin, Jürgen ja noch nicht, Rentner bei Paare ohne Kinder eingebe, dann sind noch 92 % reicher als wir.



 Man kann da noch alles mögliche sonst eingeben ... also wenn Euch das mal interessiert, wo Ihr mit Eurem Einkommen liegt, dann rechnet mal los .. der Link ist unten.


 https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/einkommen-so-stehen-sie-im-vergleich-zu-ihrer-bevoelkerungsgruppe-a-1280747.html


LG
Renate
 

Donnerstag, 15. August 2019

Mittwoch, 14. August 2019

Hier schreibt jemand, die Apokalypse sei schon im Gange

Das möchte ich Euch nicht vorenthalten, fand es zufällig im Internet

Mal was sehr Negatives ... ohne Kommentar von mir .. nur Textauszüge ... Rest bei Interesse bitte selbst lesen.


...
Von alten Mythen bis zu aktuellen Blockbustern: Die Menschheit hat sich zu allen Zeiten gern mit ihrem Ende befasst. Deshalb bemerkt sie nicht, dass es jetzt so weit ist.
Was das für die Gegenwart bedeutet, erleben wir gerade in der Konfrontation von Klimawissenschaft (im weitesten Sinn) und den Diskursformationen der sozialen Medien, in denen jeder Autorität auf gleicher Ebene eine Scheinautorität entgegentreten kann und jedem Faktum ein wissenschaftlich klingendes Pseudofaktum. Je dringlicher Wissenschaftlerinnen vor baldigen gravierenden Konsequenzen des weltweiten CO2-Ausstoßs warnen, je surrealer die von ihnen genannten points of no return in zeitliche Nähe rücken (zuletzt war in einem BBC-News-Artikel von 18 Monaten die Rede, in denen sich die Zukunft der Menschheit entscheidet), desto umstrittener wird ihre Position. Angesichts einer immer noch lebenswerten Umwelt, angesichts gefüllter Supermarktregale in Mitteleuropa und dem bisherigen Ausbleiben transnationaler Hungerkatastrophen in ärmeren Regionen, scheint es vielen glaubwürdiger, dass die Klimaforscher eine geheime Agenda oder gar Persönlichkeitsstörungen haben, als dass ihre Alarmstufe auf ihrem Wissen basiert.
Dass am Mittwoch, 24. Juli, dem bis dato heißesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland, im deutschen Twitter das Hashtag Klimahysterie trendete, ist in diesem Kontext eine bittere Pointe. Dass sich der momentane Unwille der Mehrheit, etwas Entscheidendes zu verändern, auch daraus speist, dass die vermeintlich exakten Wissenschaften nun eine unerwartet schnelle Verschlechterung der Zustände registrieren, mit Feuern in der Arktis und tauendem Permafrostboden in Sibirien, ist zum Verzweifeln. Letztlich stärkt jede Ungenauigkeit nur den Fatalismus. Solange wir nicht wissen, wie wir gestorben sind, glauben wir erst einmal nicht, dass wir überhaupt sterben können.
...
Es entsteht der Eindruck einer bleiernen Fantasielosigkeit in der Mitte der Gesellschaft, die sich daran gewöhnt hat, ihre demokratische Aufgeklärtheit in der Geste des Maßvollen und Panikfreien manifestiert zu sehen. Aus einem abgeklärten "Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird" resultiert die Unfähigkeit zu erkennen, dass die Menschheit schon längst begonnen hat, die Dinge ziemlich heiß in sich hineinzufressen; oder dass sie, um ein anderes Bild zu bemühen, das als solches natürlich immer zweifelhaft ist, schon ein erstaunlich halbgarer Frosch im sich langsam erhitzenden Wasser ist.
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Die spezifische Unglaubwürdigkeit der zu oft erzählten Apokalypse wird dabei nicht nur von solchen empfunden, die aus Dummheit oder Bequemlichkeit (oder beidem) den Klimawandel plump leugnen, sondern auch von jener diskursiven Intelligenz, die Daseinszweck und Distinktionsgewinn aus der Tätigkeit des Zweifelns zieht, auch und besonders an Erzählungen von Zukunft. Vielleicht kann sie gar nicht anders, als jedem Vorbehalt gegen eine spezifische Version viel Raum zu geben. Vielleicht ist die Talkshowlogik, wonach es zu jedem Thema immer mindestens zwei Meinungen gibt (und die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegt), demokratisch unvermeidlich. Damit verrät der gegenwärtige Diskurs aber in diesem konkreten Fall sein intellektuelles Erbe der letzten Jahrhunderte. Im Versuch, den "cooleren" Denkern der Vergangenheit (die natürlich unter ganz anderen Bedingungen gelebt haben) ähnlich zu werden, setzen die Analytiker der Gegenwart sich inzwischen weitab naturwissenschaftlicher Evidenz und suchen – in gewisser Weise – einen Kompromiss, wonach die Welt weder Scheibe noch Kugel, sondern wahrscheinlich zur Hälfte gekrümmt ist.
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Wenn nun das nächste Mal #Klimahysterie bei Twitter trendet, ließe sich sagen: Nein, nein, die Anerkenntnis des Klimawandels und seiner absehbaren negativen Folgen ist mitnichten hysterisch. Sie bedeutet nur, nicht Teil eines kollektiven Verdrängungsprozesses zu sein. Man muss auch nicht panisch sein wie Greta Thunberg. Wenn die Gewissheit des eigenen Todes und die Wahrscheinlichkeit unschöner Todesumstände Panik erzeugen würden, wäre Panik ja – paradoxerweise – ein menschlicher Normalzustand, zumindest ab Mitte 30 oder so. Man muss auch, um das einmal semantisch präzise zu fassen, weder an das Ende der Welt noch zwingend an das Ende der Menschheit glauben. Salopp gesprochen: Irgendein Prepper-Kollektiv wird schon überleben und sich durch postapokalyptische Fiktionen perfekt vorbereitet wissen auf die Umstände, unter welchen es dann, zu seinem Unglück, existieren muss. 
...
 
Leider oder zum Glück stellen sich diese Fragen auf absehbare Sicht auch gar nicht in einer Welt der Trumps und deutschen Autofahrerinnen. Daher reicht vorerst die Erkenntnis: Wer für sich und künftige Generationen das große Ganze retten will, wäre schneller desillusioniert, als eine kommende grün-schwarze Bundesregierung "Am Kohleausstieg bis 2038 halten wir fest" in ihren Koalitionsvertrag schreiben kann.

Ein Aufschub für das Wunder

Die Folge ist so klar wie traurig und befreiend zugleich: Jedes Mitglied dieser Gesellschaft kann – zumindest, wenn es den Ausgleich zwischen seinen und anderen Interessen als notwendig akzeptiert – Klimaschützerin zunächst nur für sich selbst sein. Denn Klimaschutz kann nur aus einer grundlegenden Motivation heraus geschehen wie etwa dem Respekt vor der Schöpfung, den eigenen Kindern oder schlicht der Idee, kein gewissenloses Arschloch zu sein. 
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Vielleicht aber können mit der hier hergeleiteten relativen Coolness Menschen mobilisiert werden, die – auch aus Gründen der Erzählgeschichte – immun sind gegen die appellative Beschwörung von Weltuntergangsbildern. Vielleicht gelingt genau auf diese Weise ein Aufschub für das Wunder, das – auch davon künden die großen Erzählungen – immer noch kommen kann.
Dem momentan verbreiteten Argument, "Was soll es denn bringen, wenn wir hier in Deutschland etwas ändern", lässt sich in jedem Fall umso besser begegnen, je weniger die eigene Urmotivation die Rettung des großen Ganzen ist, sondern das Handeln nach einer Maxime, von der man eben wollen würde, dass sie im großen Ganzen zur Rettung beiträgt. Kants solchermaßen abgewandelter kategorischer Imperativ stand am Anfang der säkularen Denkgeschichte, als eine Art Auftakt zur kritischen Selbstbeobachtung des vernunftbegabten Wesens. Nun könnte er seine Ultima Ratio sein: als letzter Anker der im kantischen Sinn Vernünftigen, als Immunisierung gegen die Egoisten, Zynikerinnen und Scheinvernünftigen, die glauben, die halbgekrümmte Erde sei in irgendeiner Weise realistisch. 
...
 LG
Renate

10,85 Euro Stundenlohn für verhandlungssicheres Englisch und vieles mehr

Sowie einige auch undurchsichtige Andeutungen, was noch im Job verlangt wird

 Also Jürgen hat unter der Prämisse, ob er nicht als Bürohilfe besser zu vermitteln wäre wie in seinem erlernten Beruf als CTA, weil er da ja so lange raus ist, nun unter anderem ein Jobangebot für ein Wachunternehmen in Malente bekommen.

Teilzeit 4 Stunden täglich im Schichtdienst, tagsüber .. insofern ja nicht unbedingt grundsätzlich falsch, sollte man zunächst annehmen, wenn man sich dieses Jobangebot nicht genau angeschaut hat, sondern nur oberflächlich.
 Der Stundenlohn von 10,85 Euro mag, sollte man da nicht allzu viel können müssen, ja in Ordnung sein.

Trotzdem rechne ich mal durch:

10,85 x 4 Stunden x 5 Tage die Woche x 4 Wochen = 43,40 Euro pro Tag, 217,00 Euro die Woche, 868,00 Euro im Monat.
Brutto klar.

Das wäre bei Vollzeit, also doppelter Arbeitszeit dann, vorausgesetzt, es wäre eine 40-Stunden-Woche, was heute ja oft gar nicht mehr so ist = 1.736,00 Euro.
 Das ist generell schonmal, selbst wenn man nicht viel können muss, nicht berauschend.

Es hätte zwar uns, weil ich ja noch meine Rente habe, dann so vom Hartz IV weggebracht, aber ohne meine Rente nur 2 Personen selbst bei Vollzeit vermutlich nicht, denn da gehen ja auch noch diverse Abzüge runter.

Nach diesem Rechner gehe ich das mal durch bei Steuerklasse 3.

https://www.gehalt.de/einkommen/nettorechner-ergebnis?uuid=074f07e9-db57-4938-bcf9-c4c1dd8d5e27&brutto=1.736&lzz=1&stk=3&faktor=1&kinderpv=false&zkf=0&kirche=true&bdl=15&stadt=24211+Preetz&berufsbezeichnung=B%C3%BCro+Empfangskraft&pkv=0&jahr=2019&chosenView=0&kksatz=15.5&jahrgang=&freibetrag=&krv2010=0


Kommt raus:


Brutto-Gehalt
1.736,00 €
20.832,00 €
Abzüge gesamt
348,50 €
4.182,03 €
Netto-Gehalt
1.387,49 €
16.649,98 €
 
 Das ist oben monatlich und darunter jährlich dann.

Fahrkosten von minimum 100 Euro im Monat selbst mit dem Zug wären dann ja auch noch weg.

Die könnte Jürgen auch nicht absetzen, weil er gar nicht in steuerpflichtiges Einkommen reinkäme, weil der Verdienst so niedrig ist. Auto, was alles bequemer, aber ja auch noch teurer machen würde, erst recht nicht.
 Nochmal aufgeschlüsselt, damit Ihr das auch genau sehen könnt:

Brutto-Gehalt
1.736,00 €
20.832,00 €
Abzüge gesamt
348,50 €
4.182,03 €
Lohnsteuer
0,00 €
0,00 €
Kirchensteuer
0,00 €
0,00 €
Solidaritätszuschlag
0,00 €
0,00 €
Krankenversicherung
134,54 €
1.614,48 €
Pflegeversicherung
30,81 €
369,77 €
Rentenversicherung
161,45 €
1.937,38 €
Arbeitslosenversicherung
21,70 €
260,40 €
Netto-Gehalt
1.387,49 €
16.649,98 €


Also man sieht oben, Steuern, Soli und Kichensteuern wären gar nicht dabei,sondern bei so wenig Lohn nur Krankenkasse, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung.

Das wäre selbst für nen Bürojob, wo man wirklich nicht viel können muss, ein echter Hungerlohn.

So schlecht sind früher, als ich noch im Büro gearbeitet habe, weder Pförtner noch Leute, die nur Botengänge oder die Ablage gemacht haben, nicht bezahlt worden.
 Damals hat man auch von sowas noch leben und eine Familie ernähren können und war totsicher bei Vollzeit im steuerpflichtigen Bereich und nicht da außen vor .. denn Kinder sind da ja nichtmal dabei, weil wir keine mehr auf der Steuerkarte haben.
 Dazu kommt jetzt aber, dass es sich bei dem Job ja nicht um eine leichte Bürotätigkeit gehandelt hat, sondern es wird da verlangt, dass man verhandlungssicheres Englisch kann .. klar auch gute Deutschkenntnisse und sich mit Telefondienst, Kundenberatung und Kundenbetreuung auskennt.

Das heißt, es ist ein hochqualifizierter Sachbearbeiter-Job, der da so schlecht bezahlt werden soll.

Dann steht da noch was bei, was ich nie gut finde, nämlich wörtlich formuliert:

"Ihre Aufgabe ist die Annahme und Weiterleitung von eingehenden Anrufen sowie andere Tätigkeiten, welche bei einem persönlichen Gespräch näher erläutert werden."

Sowas ist undurchsichtig und könnte durchaus bedeuten, dass man da Dinge machen muss, die unter Umständen nicht erlaubt und strafbare Handlungen sind .. wie beispielsweise unerlaubte Telefonaquise.


Das weiß ich nicht .. Jürgen hat sich drauf beworben und ich gehe davon aus, dass sie ihn nicht gebrauchen können, weil er so gut Englisch ja gar nicht kann wie die das brauchen.

Das könnte ja nichtmal ich.

Aber nun mal weiter in dem Link von oben.

Paar Beispiele, die mir diese Seite gerade anzeigt für Jobs, die unter der gleichen Berufsbezeichnung Empfangsmitarbeiter laufen:

Mitarbeiter (m/w/d) Gästekommunikation: 3.646 € - 5.122 €

Content-Manager (m/w/d)
2.756 € - 3.777 €

Assistenz der Geschäftsführung (m/w/d)
2.567 € - 3.569 €

Sachbearbeiter (m/w/d) Konzernreporting
3.426 € - 4.833 €
 Kaufmännischer Sachbearbeiter (m/w/d)
  2.801 € - 3.857 €


Mitarbeiterin / Mitarbeiter für die Abteilung Naturschutz / Landschaftspflege im Produkt Finanzen / Recht / Verwaltung
2.277 € - 3.166 €

Kaufmännischer Sachbearbeiter (w/m/d) - Posteingang / Vorgangserfassung
3.182 € - 4.370 €
Wie man sieht, die Gehaltsangaben da schwanken, aber keins der auch nur Minimalangaben für die Bezahlung so einer Tätigkeit wird so schlecht bezahlt wie dieses Jobangebot, was Jürgen da vom Jobcenter für wirklich eine hochqualifizierte Tätigkeit bekommen hat.
Und ich gehe davon aus, dass diese Jobs da vermutlich nicht als Voraussetzung haben, dass man verhandlungssichers Englisch kann.

Habe nachgeschaut: Nö .. nicht einer der Jobs oben ist so, dass da auch nur Englischkenntnisse verlangt werden, schon gar kein verhandlungssicheres Englisch. Man muss für keinen davon Fremdsprachenkenntnisse mitbringen.
LG
Renate

Jens Spahn und häusliche Intensivpflege

Der Kerl hat ja wohl nur noch den Arsch offen und sollte sowas am eigenen Leib erleiden

Lest Euch das mal durch.


Daraus nur der Anfang .. bitte dann Rest selbst lesen.
...
 
Geht es nach Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), soll die Intensivpflege mit Beatmung in den eigenen vier Wänden nur noch die absolute Ausnahme sein. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der der Redaktion Häusliche Pflege vorliegt.
Insbesondere bei der ambulanten Versorgung von Beatmungspatienten sei "von einer Fehlversorgung auszugehen", heißt es im Gesetzesentwurf. Zudem bestünden Fehlanreize und Missbrauchsmöglichkeiten. Das verursache hohe Kosten für die Versichertengemeinschaft und Einbußen bei der Lebensqualität der Betroffenen.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Intensivpflege mit Beatmung in den eigenen vier Wänden nur noch die absolute Ausnahme sein darf.

...
Stinkwütende Grüße
Renate
 

Montag, 12. August 2019

Immer mehr Menschen sagen ja zum bedingungslosen Grundeinkommen

Warum die Digitalisierung das BGE wahrscheinlicher werden lässt


Ein interessanter Text .. ich kopiere wieder wie immer hier einige besonders schöne Passagen raus .. Rest bitte dann bei Interesse selbst lesen.

https://www.zeit.de/arbeit/2019-07/bedingungsloses-grundeinkommen-philip-kovce-oekonom-vertrauen

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Geld, ohne dafür zu arbeiten. Diese Idee ist alt und bis heute umstritten. Sie entkrampft unser angespanntes Verhältnis zu Arbeit und Einkommen, sagt Ökonom Philip Kovce.
ZEIT ONLINE: Genau das scheint uns schwerzufallen. Studien ergeben immer wieder, dass Menschen glauben, dass sie selbst mit Grundeinkommen weiterarbeiten würden, andere aber nicht.
Kovce: Ja, es ist paradox. Die Unterstellung lautet: Ich bin fleißig, du bist faul. Ich weiß, worauf es ankommt, die anderen nicht. Dieses gespaltene Menschenbild ist insofern absurd, als Demokratie und Marktwirtschaft längst auf anderen Fundamenten ruhen. Demokratie lebt vom Vertrauen in die Mündigkeit der anderen, Marktwirtschaft vom Vertrauen in die Fähigkeit der anderen. Das Grundeinkommen würde die Grundlage dieser Zusammenarbeit sichern.
"Je weniger ich mir um mein eigenes Einkommen Sorgen machen muss, desto besser kann ich aus freien Stücken für andere tätig sein."
Sagt Ökonom und Philosoph Philip Kovce.
...
Kovce: Wir können in modernen arbeitsteiligen Gesellschaften gar nicht anders, als andauernd Leistungen anderer zu beanspruchen. Niemand arbeitet mehr für sich selbst, alle arbeiten dieser Tage für andere. Dennoch tun wir oftmals so, als seien wir archaische Selbstversorger auf der wilden Jagd nach Geldscheinen aus Esspapier.
...

ZEIT ONLINE: Die Gegner des bedingungslosen Grundeinkommens befürchten, dass viele Menschen nicht mehr arbeiten, wenn sie ein Grundeinkommen bekämen, und dass es nicht finanzierbar sei.
Kovce: Arbeitszwang ist ein Motivationskiller, nicht Freiwilligkeit. Und teuer zu stehen kommt uns nicht die Bedingungslosigkeit des Grundeinkommens, sondern die Finanzierung einer ökonomisch und moralisch längst überholten Sozialbürokratie. Sie stammt noch aus dem Zeitalter der Industrialisierung und begreift sich eigentlich als Besserungsanstalt für angeblich Faule und Dumme, die sie observiert und sanktioniert. Siehe Hartz IV. 
...
Kovce: Das Grundeinkommen findet sich schon vor über 500 Jahren in dem Roman Utopia des britischen Humanisten Thomas Morus angedeutet. Anstatt Diebe – wie damals üblich – hinzurichten, wollte Morus den Ursachen des Diebstahls entgegenwirken, also Armut und Elend beseitigen.
...
 
"Wenn wir den anderen die Freiheit zugestehen, die wir für uns selbst beanspruchen, stehen wir dem bedingungslosen Grundeinkommen nicht länger im Weg"
ZEIT ONLINE: Woran zeigt sich das?
Kovce: Daran, dass das Grundeinkommen heutzutage politisch wirklich ernst genommen wird. Kein Wunder: Während die Idee ein langjähriges Nischendasein in intellektuellen Kreisen fristete, befürwortet sie inzwischen schon die Hälfte der Deutschen.
ZEIT ONLINE: Woran liegt es, dass die Idee des Grundeinkommens gerade jetzt so populär ist?
Kovce: Digitalisierung und Individualisierung tragen ihren Teil dazu bei, dass das Grundeinkommen immer populärer wird. Digitalisierung heißt, dass Menschen immer weniger als Maschinen, als kleine Rädchen im großen Getriebe benötigt werden. Individualisierung heißt, dass Menschen immer mehr als Persönlichkeiten, als Individualitäten gefragt sind. Das Grundeinkommen erscheint in diesem Kontext als humanistische Antwort auf den technologischen Fortschritt. 
...
LG
Renate
 

Typisch Jobcenter: Wunsch und daraus resultierende Realität

Was für Jobvorschlage die Änderung bei meinem Mann von gelernt CTA zu ungelernt Bürohilfe mit sich brachte

 Die Fotos hier sind ein paar Tage alt. Haben wir gemacht, als Jürgen am letzten Mittwoch einen Termin beim Jobcenter hatte.

Es ging einmal darum, dass sie da nun alles auf digital umstellen.

Dann hatte ihn aber auch seine Fallmanagerin gefragt, ob es für ihn nicht einfacher sein könnte, statt in seinem gelernten Beruf als CTA vielleicht etwas Ungelerntes als Bürohilfe zu machen und er hatte zugestimmt.
 Ein Jobangebot hatte er schon mitbekommen, was sich wohl die Fallmanagerin, die ja eigentlich doch wissen sollte, was Jürgen nun kann, gelernt hat oder auch nicht kann, nicht wirklich durchgelesen haben kann.

Zusätzlich gehe ich davon aus, die Stelle war zu der Zeit sicher schon neu besetzt, denn ich habe das Stellenangebot, das nicht gelöscht wurde, beim Jobportal gefunden .. sollte zum 1.8.19 besetzt werden. Also sowieso hinfällig, weil überholt.
 Nun, man muss sich auf sowas ja bewerben, sonst gibt es Sanktionen.

Verlangt wurde einmal absolut sicheres Deutsch, aber auch verhandlungssicheres Englisch und natürlich Berufserfahrung in Telefondienst, Kundenberatung und Kundenbetreuung
 Und es soll nun für Jürgen einfacher sein, bei solchen Angeboten einen Job zu kriegen als in seinem Beruf als CTA, den er immerhin früher ja mal jahrzehntelang ausgeübt hat???

Verhandlungssicherunges Englisch am Telefon könnte ja nichtmal ich mit einem klaren Ja nennen, obwohl ich jahrelang als Fremdsprachenkorrespondentin tätig war, aber auch das war eine schriftliche Tätigkeit, wo man die Möglichkeit hatte, bei Unsicherheiten mal ein Wörterbuch zur Hand zu nehmen. Das geht am Telefon aber nicht .. da muss das fließend laufen.
 Jürgen hat früher am Gymnasium sehr früh Latein als Haupt-Fremdsprache gewählt. Der hat zwar das große Latinum, aber auch das logisch in Jahrzehnten, wo er das nie gebraucht hat, vergessen.

Englisch war bei ihm nur ein Nebenfach und er kann das so gut wie gar nicht mehr.

Anders als ich, die ich zumindest bei Texten, die Kunden bestellen, die kein Deutsch sprechen, meistens das Briefing übersetzen kann und denen dann einen natürlich nicht englischen, sondern deutschen Text basteln, kann Jürgen ja nichtmal das mehr . .ist zu lange her, er hat die Sprache nie gebraucht.
 Und Deutsch war nie sein Fach. Jürgen ist Legastheniker .. das weiß das Jobcenter auch.

Noch beim letzten Termin mit diesem Typen für Selbständige habe ich höchstpersönlich dem gesagt, ja ich mache das mit meinem Mann zusammen ... er ist fitter mit dem technischen Zeugs als ich, wenn hier was nicht funktioniert mit dem Internet und so .. ich lese jeden seiner klar nicht englischen, sondern deutschen Texte vor Abgabe Korrektur .. formulieren geht bei ihm ja, aber diese Texte sind dicht bei dicht voll Fehler, bevor ich die durchlese, und das immer.
 Ich habe dem Mann gesagt, ich bin krank und wenn ich das mal nicht mehr schaffe, dann ist Jürgen komplett arbeitslos, weil er die Texterei alleine ohne mich nicht machen könnte.

Aber wozu erzählt man das bei solchen Terminen?

Es notiert sich ja sowieso keiner.
 Das nächste Jobangebot was kam, ist was mit Verwaltung bei der Polizei.

Jede der Voraussetzungen, die da verlangt wird, kann Jürgen nur mit einem klaren Nein beantworten, was da wären:
 Eine mindestens 2jährige Ausbildung oder aber aktuelle vierjährige Beschäftigung im Verwaltungsdienst des öffentlichen Dienstes.

Gründliche Anwenderkenntnisse in Word, Excel, Tabellenkalkulation, MS Outlook .. und dann soll er sich noch mit E-Post B 10 auskennen.

Kenntnisse im Aufbau und der Ablauforganisation der Landespolizei SH

Das alles kann Jürgen nur mit einem klaren Nein beantworten.
 Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Flexibilität ...nun ja ..belastbar ist Jürgen sicher nicht .. Rest mag ja sein.

Kommunikationsfähigkeit würde ich sagen ja, ist er wohl.

Ausgeprägte Arbeitssorgfalt und Umgangsformen, psychisch und physisch belastbar.

Also wenn ich nicht an alles denke, Jürgen vergisst alles .. deshalb war er ja mal im Gefängnis, weil er eine Strafe nicht bezahlt hat und auch nicht dran gedacht zu fragen, ob er das in Raten bezahlen könnte ... und danach dann eben monatelang obdachlos.

Jürgen rastet aus, wenn es problematisch wird .. aber wie !!!! Auch wenn er ohne Stress sicher ein netter Mensch ist .. aber Jürgen hat die Nerven doch nicht. Der war mal alkoholabhängig und ist deshalb auch früher fristlos entlassen worden. Das weiß das Jobcenter doch.

Und nein, Jürgen war noch nie psychisch belastbar .. der ist ein Adoptivkind mit den dafür typischen Problemen und hat sehr dünne Nerven, die bei jeder Kleinigkeit explodieren.

Und da Jürgen die Scheuermannsche Krankheit hat, also ein schlimmes Rückenleiden .. nein der ist auch physisch nicht belastbar und war das auch nie.




Und sowas bezeichnet dann das Jobcenter als einfacher zu kriegen wie etwas in seinem Beruf, wo sich Jürgen zumindest auskennt, auch wenn er eben lange raus ist.

Das sollen nun einfache Tätigkeiten für eine ungelernte Bürohilfe sein.

Das sind hochqualifizierte Jobs, die man ungelernt gar nicht machen könnte.



Und da ich zumindest eine entsprechende Ausbildung und einige Jahrzehnte Berufserfahrung in derartigen Jobs habe .. selbst ich habe nach der Pflege und dem Tod meiner Mama und schon vorher, nachdem ich mich lange um meinen ja mit einer Körperbehinderung geborenen Jüngsten kümmern musste und da noch keine 5 Jahre aus dem Beruf raus war trotz Weiterbildung übers Arbeitsamt zum Auffrischen nie wieder reingefunden .. auch als ich noch 20 Jahre jünger war als Jürgen.

Und in seinem Alter haben die mich nichtmal mehr als Küchenhilfe oder Putzfrau haben wollen .. denn damals habe ich verzweifelt versucht, irgendeinn Job zu kriegen, weil ich panische Angst hatte, was sonst aus unseren Pferden wird und fand dann ja die Texter-Tätigkeit, die wir immer noch machen.

Aber auch da war auch ich nie so gut, dass wir jemals mehr als ein Zubrot damit hätten verdienen können.

Was denken sich diese Leute beim Jobcenter bloß?

Hören die eigentlich mal zu, wenn man da ist und denen ehrlich erzählt, was man kann und was nicht?

LG
Renate

Freitag, 9. August 2019

Etwas, das Erbschaften und Hartz IV betrifft

Ziemlich kompliziert, aber gut erklärt


Ein Link zu Sozialberatung Kiel, wo erklärt wird, wann eine Erbschaft als Einkommen und wann als Vermögen zu betrachten ist.


LG
Renate
 

An so einem Widerspruch und eventuell Klage hat das Jobcenter selbst schuld

Wir nämlich nicht, da wir von vornherein richtige Angaben gemacht haben

Ich Kopier einfach mal unseren Widerspruch gegen den letzten abschließenden Jobcenter-Bescheid plus Rückforderung hier rein.

Die haben selbst schuld, aber nachdem wir nun wieder stundenlang im Internet rumgesucht haben, reicht es mal wieder.

Ich bin sicher, die werden den Widerspruch ablehnen .. dann gibt es ne Klage, selbst schuld. Wenn die Jobcenter mal halbwegs anständig arbeiten würden, hätten die Sozialgerichte sicher nur halb so viel zu tun.

Hier der Text des Widerspruchs erstmal, muss ja sein, bevor man klagen kann.

...
Abs.: Renate Hafemann und Jürgen Gilberg
Breslauer Str. 1 – 3, 24211 Preetz

09.08.19

Jobcenter Kreis Plön
Behler Weg 23

24306 Plön

BG-Nr. 13106//0004064
Widerspruch gegen Ihren Erstattungsbescheid vom 06.08.19 sowie
Widerspruch gegen den abschließenden Bewilligungbescheid vom 07.08.19, und zwar da nur bezogen auf den Monat März 19
Bemerkung, dass nach Prüfung Ihrer Berechnung für den März 19 nach Eintritt des Rentenalters meiner Ehefrau auch der aktuelle vorläufige Bewillingsbescheid fehlerhaft sein dürfte und mein Anspruch höher ausfallen muss, weil Sie da einiges falsch berechnet haben
Begründung der beiden Widersprüche

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich sowohl Widerspruch gegen Ihren abschließenden Bewilligungsbescheid als auch Ihren Erstattungsbescheid von oben ein.

Ich begründe das wie folgt:

Zunächst einmal ist Ihre Angabe im Erstattungsbescheid falsch, dass Rückforderungen grundsätzlich in einer Summe zu erstatten sind. Weder meine Frau noch ich haben Ihnen jemals falsche Angaben über unser Einkommen gemacht, uns also nicht schuldhaft verhalten.

Sollte ich wirklich etwas erstatten müssen, dann dürfen Sie mir maximal 10 % vom Regelsatz abziehen. Das möchte ich grundsätzlich schon einmal hier festhalten.

Ich lege aber auch Widerspruch gegen den abschließenden Bewilligungsbescheid ein, weil ich nach Prüfung der Angaben im SGB II und SGB XII zu dem Schluss gekommen bin, dass Sie hier meine Ansprüche vollkommen falsch berechnet haben.

Ehepaare dürfen laut Grundgesetz grundsätzlich nicht schlechter gestellt werden, das gilt auch bei allen Transferleistungen wie Sozialhilfe, Grundsicherung nach SGB XII oder II und allen anderen.

Generell fallen in Bezug auf die Bedarfsgemeinschaft alle Rentner raus, die einen Anspruch auf Grundsicherung im Alter haben.

Bei Menschen, die mehr Rente bekommen und zusätzlich noch arbeiten, was ja heute auch im Rentenalter erlaubt ist, ist das nicht so, der Partner gehört dann auch als Rentner zur Bedarfsgemeinschaft.

Das darf aber nicht so aussehen, dass dieser Partner deshalb weniger Geld übrig behält wie ein Rentner, der einen Anspruch auf Grundsicherung im Alter hat.

So wie Sie das berechnen, wäre das aber so. Das widerspricht dem Grundgesetz und benachteiligt uns als Ehepaar in gemischter Bedarfsgemeinschaft aus einem Rentner und einem Anspruchsberechtigten nach SGB II.

Zunächst einmal haben alle alten Menschen im Rentenalter auch ohne Merkzeichen G einen Mehrbedarfsanspruch von 17 % des Regelsatzes, was Sie bei meiner Frau vergessen haben zu berücksichtigen. Das ist übrigens auch aktuell beim momentanen vorläufigen Bewilligungsbescheid so.

Als meine Frau wegen des ersten Rentenmonats März nach einem Darlehen gefragt hat, haben Sie gesagt, sie ist raus, sie bekommt von Ihnen keinerlei Hilfen mehr.

Sie muss mir aber sozusagen Unterhalt leisten, denn ihr Überhang wird mir ja vom Bedarf abgezogen.

Laut § 20 SGB XII dürfen verheiratete Paare nicht schlechter gestellt werden als welche, die nur in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben.

Der nächste Paragraph sieht so aus:

„§ 21 SGB XII Sonderregelung für Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Buch
Personen, die nach dem Zweiten Buch als Erwerbsfähige oder als Angehörige dem Grunde nach leistungsberechtigt sind, erhalten keine Leistungen für den Lebensunterhalt.“

Meine Frau ist eine Angehörige, aber ein Darlehen zur Überbrückung der Rentenzahlung erst am Monatsende hat sie von ihnen nicht bekommen und nichtmal ich habe eines bekommen, obwohl ich beim Sozialamt auch nichts bekommen hätte.

Sie haben mir allerdings damals den Betrag, für den ich gerne ein Darlehen gehabt hätte, damit wir über den März kommen, dann mit dem Monat März ausgezahlt und mir mitgeteilt, Sie würden das alles abschließend abrechnen, wenn ich die abschließende Anlage EKS für dem Abrechnungszeitraum Oktober 18 bis März 19 eingereicht hätte.

Ich habe Sie nicht gebeten, das so zu machen, sondern ordnungsgemäß um ein Überbrückungsdarlehen gebeten.

Das ist Ihre Schuld nicht meine. Ich bin nichtmal sicher, ob ich diese Überzahlung überhaupt zurückzahlen muss, denn Sie haben da einen Fehler gemacht, nicht ich, aber wenn doch, dann keinesfalls auf einmal, sondern nur mit 10 % von meinem Regelsatzanspruch.

Zusätzlich habe ich hier noch folgenden Paragraphen über einen Familienzuschlag gefunden:

㤠85 SGB XII Einkommensgrenze
(1) Bei der Hilfe nach dem Fünften bis Neunten Kapitel ist der nachfragenden Person und ihrem nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner die Aufbringung der Mittel nicht zuzumuten, wenn während der Dauer des Bedarfs ihr monatliches Einkommen zusammen eine Einkommensgrenze nicht übersteigt, die sich ergibt aus
1.
einem Grundbetrag in Höhe des Zweifachen der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28,
2.
den Aufwendungen für die Unterkunft, soweit diese den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang nicht übersteigen und
3.
einem Familienzuschlag in Höhe des auf volle Euro aufgerundeten Betrages von 70 vom Hundert der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28 für den nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner und für jede Person, die von der nachfragenden Person, ihrem nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner überwiegend unterhalten worden ist oder für die sie nach der Entscheidung über die Erbringung der Sozialhilfe unterhaltspflichtig werden.“
So wie ich das verstehe, steht uns zusätzlich auch noch dieser Familienzuschlag zu. Das finde ich auch nirgends in Ihren Berechnungen.

Telefonisch wurde uns dann mal gesagt, in Bezug auf unseren kleinen Texter-Job hätte meine Ehefrau, deren Rente voll angerechnet wird (obwohl das ja steuerpflichtiges Einkommen ist, ich nehme an, das wissen Sie), und zwar nur unter Abzug der uns eben wirklich momentan bekannten Sozialabgaben, bei einer eventuellen Steuerpflicht wissen wir bisher ja gar nichts, weil das erste Rentenjahr ja noch gar nicht rum ist, dass das Zusatzeinkommen weiterhin genauso behandelt würde wie vorher auch.

Das heißt, die ersten 100 Euro wären innerhalb der Freibetragsgrenze sowieso nicht als Einkommen anrechenbar.

Sie haben aber die Rente und das Arbeitseinkommen meiner Frau zusammengerechnet, um ihr dann einen für mich nicht nachvollziehbaren sogenannten individuellen Freibetrag in Höhe von 40,46 Euro zuzugestehen, der zwar etwas höher ist als ihr monatliches Erwerbseinkommen in dem Halbjahr der letzten abschließenden EKS, aber für mich in keiner Weise nachzuvollziehen ist, wie Sie überhaupt auf diese Summe gekommen sind.

Können Sie mir das erklären, wie Sie auf die 40,46 überhaupt gekommen sind?

Auch nach viel Suchen finde ich hier definitiv gar nichts, weder im SGB II noch im SGB XII.

Um um eventuelle Raten zu bitten, haben Sie mir dann noch einen Inkasso-Service genannt, mit dem ich mich nicht in Verbindung setzen werde, da Sie erstens wenn denn Ihre Berechnung überhaupt so stimmen sollte, was in meinen Augen aber das Sozialgericht klären sollte nach meiner nun erfolgten Recherche, grundsätzlich von vornherein den Betrag nicht hätten auf einmal verlangen dürfen, sondern gleich Raten festsetzen.

Aber ich widerspreche auch der Berechnung an sich.

Da meine Ehefrau hiervon mitbetroffen ist, nenne ich Sie als Nebenklägerin im Absender und sie wird das hier auch als Betroffene gemeinsam mit mir unterschreiben.

Danke für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

...
Unten noch bissel was zum Vertiefen, auch die beiden Links zum SGB II und SGB XII ganz unten.

Mittwoch, 7. August 2019

Unser Jobcenter wird jetzt digital

Warum Jürgen heute einen Termin beim Jobcenter hatte


Jürgen, Pepe und ich heute morgen auf dem Weg zum Jobcenter Preetz.

Ein kurzes Gassi hatte Pepe ja schon früh, als ich Kaffee fürs 1. Frühstück gemacht habe.

Das war dann sein 2. Gassi und schon etwas länger heute.

Ich hatte mir eigentlich gedacht, dass es nichts Schlimmes sein wird, weshalb Jürgen nun nach langer Zeit mal wieder persönlich zum Jobcenter musste. Es war auch nichts Schlimmes.

Pepe und ich sind dann mal ein wenig ums Haus gelaufen, haben gleich vier von unseren Nachbarn aus unserem Wohnblock getroffen .. und auf dem Weg nach Hause danach noch drei.

Pepe erobert momentan gerade die Herzen in unserer Nachbarschaft im Sturm.

Als Jürgen später wieder raus kam, hat er erzählt, worum es eigentlich ging.

Wir haben uns später dann hier auf die Bank gesetzt, der Pepe und ich.

Beim neuen Jobcenter kann man nämlich gut draußen warten, wenn Jürgen drinnen ist.

Das Jobcenter fängt auch hier an, jetzt auszuprobieren, wie es läuft, wenn sie alles mögliche digital machen.

Jürgen hat jetzt einen eigenen Account und außerdem schickt das Jobcenter Job-Angebote jetzt per E-mail. Sie mussten aber mit den Leuten halt persönlich reden, um das alles einzurichten.

Jürgens Fallmanagerin hat noch gefragt, ob Jürgen so lieb ist, ihr nach einer Weile mal zu erzählen, ob auch alles gut funktioniert nun digital.

Ein Teilzeit-Jobangebot als Bürohilfe hat er mitbekommen. Eigentlich wäre so ein Job nichtmal schlecht, auch wenn ich halt nicht glaube, dass Jürgen ungelernt und über 60 da eine Chance hätte, aber versuchen kann er es ja mal. Können könnte er das sicher. Mein Mann ist ja nicht auf den Kopf gefallen.

Nur habe selbst ich mich in seinem Alter ja oft auf sowas beworben .. und ich habe das gelernt .. und auch nie eine Zusage bekommen.

Wir waren da bissel rumlaufen, während Jürgen drinnen war.



Und da kam Herrchen dann wieder und hat erzählt.

Ich habe unten auch schon was darüber gefunden, dass das jetzt viele Jobcenter machen .. siehe Link ganz unten, falls es einer von Euch mal nachlesen möchte, was sie da schreiben.

Da freute sich ein kleiner Pepe, dass Herrchen wieder da war.

Und dann ging es wieder zurück nach Hause.

Die tolle grüne Raupe oben haben wir auf dem Heimweg auch getroffen.

Da waren uns gerade zwei andere Hunde begegnet und Pepe musste erstmal dolle bellen.

Aber das ist eigentlich halb so wild.

Von Menschen lässt er sich durch die Bank streicheln und ist ganz freundlich.



So das unten ist jetzt der Link, wo Ihr noch mehr darüber nachlesen könnt, dass die Jobcenter jetzt an vielen Orten alles auf digital umstellen, nicht nur das in Preetz.










https://www.kommune21.de/meldung_31716_Revolution+in+kleinen+Schritten.html

LG
Renate