Dienstag, 4. April 2017

Bei Facebook musste ich eben in mich reingrinsen

- Mich sprang nämlich ein Wunsch zur Bundestagswahl vor 5 Jahren an -


Facebook erinnert einen ja immer an alte Beiträge, die man irgendwann mal gepostet hat.

Heute fand ich da einen alten Blog-Text vor der letzten Bundestagswahl. Es war unser Wunsch Nr. 5 an alle Parteien darüber, dass es Sinn machen würde, wenn Weiterbildung auch welche für alle Menschen wäre und nicht nur Analphabeten vielleicht noch was bringen würde, alle anderen Teilnehmer derartiger Maßnahmen aber nur demütigen und traktieren würde.

Warum sie eigentlich sinnlos so viel Geld für so einen Mist ausgeben würden.

Dieser Wunsch ist heute nach 5 Jahren noch mindestens genauso aktuell wie damals, denn es ist eher schlimmer als besser geworden bei den Jobcentern, was derartige sogenannte Weiterbildungsmaßnahmen anbelangt.

Deshalb will ich mal schauen, wie aktuell denn die anderen Wünsche noch sind, die wir damals an eine zukünftige Regierung gehabt haben. Ich verlinke die hier heute spaßeshalber alle mal.


Daraus mal nur der Anfang ... es hat sich in den letzten 5 Jahren übrigens nichts daran geändert.

" Liebe Politiker, ganz unabhängig davon, ob Ihr die Schuld daran habt, dass jemand die Agenda 2010 ausgeheckt hat oder nicht, keine Partei hat bisher wirklich begriffen, dass die Anhebung des Mindestlohns nicht das einzige Problem ist, das Ihr uns Empfängern von ergänzenden Hartz IV-Leistungen abnehmen könntet.

Dieses Problem heißt volle Absetzbarkeit der realen Werbungskosten, die schlecht bezahlte Arbeiter wegen der Ausübung ihrer Arbeit haben.

Ihr lockt die Hartz IV-Empfänger mit angeblichen Freibeträgen, die aber in der Bevölkerung sehr ungleich verteilt werden."
 
Wer weiterlesen möchte, bitte in den Link gehen. Sie haben nichts davon getan und es nicht begriffen.

Ja, da geht es um Kinder. Es hat sich in den letzten 5 Jahren auch an den Aussagen, die wir da im  Wunsch Nr. 2 gemacht haben, gar nichts geändert. Es sind nur noch mehr Kinder geworden, die inzwischen davon betroffen sind, denn die Kinder, die unter die Armutsschwelle fallen, werden von Jahr zu Jahr mehr, weil in diesem Staat Ausbeutung gefördert statt unterbunden wird.


Also hier geht es um die Höhe der Regelsätze für Menschen mit Behinderung, die in ihrer Familie leben. Soweit ich das mitbekommen habe, hat sich das inzwischen geändert. Immerhin was, das angekommen ist.


Auch daran hat sich bisher nicht wirklich was geändert. Am dem 1.4.17 gibt es irgendein schwammiges Etwas, dass angeblich besser für Leiharbeiter sein soll, aber in Wirklichkeit den Leiharbeitern eher Nachteile als Vorteile bringt, weil dadurch die, die bisher jedenfalls wo fest arbeiten konnten, auch noch ausgetauscht werden, weil sie nach einer echt langen Zeit dann sonst besser bezahlt werden müssten. Wenn das etwas wäre, das sich nicht über Monate andauernde Zeiträume hinzöge, könnte das vielleicht Sinn machen, so aber nicht ... sondern wird nur dazu führen, dass bei solchen Zeitspannen dann die Leiharbeiter ausgetauscht werden, und schon ist das neue Gesetz nur noch etwas, das den Menschen als angeblich gut vorgeblasen wird. Bei Interesse einfach mal reinlesen .. sie haben nichts davon begriffen und wissen bis heute nicht, was Leiharbeit wirklich bedeutet.


Tja .. und Wunsch Nr. 5 war ja der, den mir Facebook heute als Erinnerung serviert hat .. also an dem hat sich auch bis heute gar nichts geändert. Noch heute werden nach wie vor Menschen mit bis hin zu einer akademischen Ausbildung mit solchen, denen man das Hirn amputiert hat oder die nie eins hatten (das Fehlen eines Gehirns führt ja nicht zwangsläufig zum Tode, was man immer wieder erkennt) in ein- und dieselben Maßnahmen gesteckt, bei denen das Niveau dann niedriger ist als es der Auffassungsgabe eines Sonderschülers entspricht .. leider. Das kostet viel Geld und bringt keinen weiter.


In Bezug auf die Pflege sind zwar inzwischen ein paar Dinge verbessert worden, aber genug ist das noch lange nicht. Auch heute muss man nach wie vor Todesangst haben, wenn man zum Pflegefall wird, das ist Fakt .. und auch heute noch ist es ein Kampf, die passende Pflegestufe zu kriegen, klappt selten ohne jahrelange Klagerei vorm Sozialgericht und in der Zwischenzeit zwingt man die Angehörigen mit Pflegefall zu arbeiten, obwohl sie es nicht können, weil die Zeiten für die Pflege nichts mit der Realität zu tun haben .. und mit Pech landen wegen diesem Druck auch noch heute sicher mehr Menschen im Pflegeheim als es sein müsste, weil ihre Angehörigen nicht die Kraft haben, sich gegen den Druck zu wehren.

Das ist ein Trauerspiel .. aber mein Mann sagt immer, das fördert das "sozialverträgliche Ableben" .. sprich, wer als Pflegefall schnell stirbt, kostet diesen Staat ja kein Geld mehr, also fördert der Staat es, dass Menschen, die nicht mehr können, schnell sterben, was bei unzureichender Pflege ja auch passiert.


Tja ... Wunsch Nr. 9 wurde auch bisher nichtmal ansatzweise überdacht ... lediglich die Linken haben Ansätze davon, sonst keine Partei. Hätten wir inzwischen ein exsistenzsicherndes Grundeinkommen für alle Menschen, würden sich die meisten sozialen Probleme von alleine lösen, weil sich die Menschen gegen Ausbeutung dann wehren könnten.


Tja ... auch das ist heute nach wie vor nicht so, sondern eher schlimmer statt besser geworden.

Wer arbeitet, wird oft dafür noch bestraft .. die Freibeträge sind bis heute nicht angehoben worden .. das Geld wird aber ja immer weniger wert. Und sanktioniert wird heute eher mehr als damals, motiviert dadurch, dass man bei Annahme eines schlecht bezahlten Jobs mehr behalten darf, wird man bis heute nicht.

Ich weiß nicht genau, ob ich damals noch mehr solche Texte verfasst habe, glaube aber nicht und höre hiermit mal auf.

LG
Renate
 

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