Mittwoch, 7. Dezember 2016

Bloggen - welche Idee steckt dahinter?

Das Monetisieren beim Bloggen - was heißt das genau?

Ich beginne mit einem Wikipedia-Link darüber, was ein Blog ist, die Geschichte, die dahinter steckt .. die Grundideen und die vielen Entwicklungen, die darüber entstanden sind.


Das ist die Definition vorn bei Wikipedia:

Das oder auch der Blog /blɔg/ oder auch Weblog /ˈwɛb.lɔg/ (Wortkreuzung aus engl. Web und Log für Logbuch) ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.
Häufig ist ein Blog eine chronologisch abwärts sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Der Blogger ist Hauptverfasser des Inhalts, und häufig sind die Beiträge aus der Ich-Perspektive geschrieben. Das Blog bildet ein Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen, je nach Professionalität bis in die Nähe einer Internet-Zeitung mit besonderem Gewicht auf Kommentaren. Oft sind auch Kommentare oder Diskussionen der Leser über einen Artikel möglich. Damit kann das Medium sowohl dem Ablegen von Notizen in einem Zettelkasten, dem Zugänglichmachen von Informationen, Gedanken und Erfahrungen, etwas untergeordnet auch der Kommunikation dienen, ähnlich einem Internetforum.
Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als Bloggen bezeichnet. Die Deutsche Nationalbibliothek bezeichnet Blogs als Internetpublikationen und vergibt seit Herbst 2013 auch ISSNs an Weblogs.

Die ersten Blogs nannten sich noch Online-Tagebücher und tauchten laut Wikipedia irgendwann Mitte der 1990iger Jahre im Internet auf.

Wir Ihr seht, ist das, was Jürgen und ich hier in unseren-Blogs, die wir in Themen-Blogs und einen Hauptblog unterteilt haben, genau das, was in den Ursprüngen dieser Idee auch mit einem Blog gemeint war .. ein Tagebuch über eigene Erlebnisse und Gedanken, das ins Internet gestellt wurde.
 Unsere Blogs beschreiben unser tatsächliches Leben. Wenn ich übers Kochen und Gesundheit schreibe, dann sind das meistens eigene Rezepte oder irgendwelche Gesundheitsthemen, die mich ganz persönlich interessieren .. oder wenn Jürgen dort mal aktiv wird, witzelt er über seine Frau in der Küche.
Wenn ich Euch unsere Katze zeige, dann ist wirklich Blanka auf diesen Fotos, die eben nicht mehr toll aussieht, weil sie schon 25 Jahre alt ist ... wenn wir so ein salomonisches Alter haben, werden wir auch nicht besser aussehen.

 Ihr erlebt mit, wie wir mit unserem Hund Boomer unterwegs sind, den wir nie alleine zu Hause lassen und der bei uns wie ein Kind im Haus ist.
Wenn ich über unsere Arbeit als Texter rede, dann erkläre ich Euch häufig, wie wir einen Teil unserer Einnahmen als sogenannte Ghostwriter für Auftragstexte im Internet verdienen, aber auch, dass man über so private Blogs, die öffentliche Tagebücher sind, über die Google-Adsense-Werbung auch ein bisschen verdienen kann, denn natürlich finanziert Blogger, eine der Google-Töchter, seine Blogs über Werbung und gibt uns Autoren was ab.
Das geht nur, wenn Blog-Autoren damit einverstanden sind, dass Google-Adsense bestimmte Felder für die Werbung nutzen darf, die anders als es bei einigen anderen Blog-Anbietern erlaubt ist, immer seriös und gut als Werbung zu erkennen ist. Backlinks sind bei Blogger nicht angesagt, dafür aber der Schutz der Meinungsfreiheit, der kaum Grenzen gesetzt sind außer in einigen wenigen Punkten.
Es ist erwünscht, dass derartige private Blogs persönlich und auch kritsisch sein sollten.


 Nur wenn ein Blog dem Telemediengesetz unterliegt, muss er auch ein Impressum haben. Das ist bei einem privaten tagebuchartigen Blog wie unseren nicht so.

Dem Telemediengesetz unterliegen regelrechte Online-Zeitungen, Blogs, die auf Kundenkommunikation abzielen oder zu Onlineshops gehören und dergleichen.

 Die Idee, zuerst unseren allerersten Hauptblog und später auch die Themen-Blogs dazu einzurichten, stammt von mir.

Ich wollte gern in diesem Online-Tagebuch haarklein für die Nachwelt aufzeigen, wie heute ältere Menschen in Hartz-IV-Deutschland leben, wie schwierig es ist, in diesem Land zu arbeiten, zu überleben, aber auch zeigen, wie man sich dennoch so kleine Freuden wir unsere beiden Gnadenbrotpferde, den Hund und die Katze und ein paar Aktivitäten mit Freunden dabei mit etwas Fleiß leisten kann.
Und dabei, ein bisschen besser davor zu sein als mit Sozialhilfe oder ALG II pur, hilft uns neben dem Schreiben von Auftragstexten auch das ganz private Bloggen, eben über das sogenannte Monetisieren, indem wir an Stellen, wo es unsere Leser nicht stören sollte, ein wenig Werbung in Form von Anzeigen erlauben.

Links Rusch-Hour in Preetz, der Kleinstadt, in der wir leben. Unter der Postsee hinter mir, der Binnensee, der bei uns am nächsten dran ist.


 Ich liebe Blumen und Gärten und zeige Euch, wie die in unserem Umfeld in allen Jahreszeiten aussehen.

Ich hoffe, dass unsere Blogs, wenn man sie irgendwann später im Zusammenhang immer noch im Internet findet, ein Stück sehr präzise aufgezeichnete gelebte Geschichte in Deutschland sein werden, weil man ja sagt, das Internet vergisst nie etwas.
 Es ist eine ziemliche Fleißarbeit, diese gelebte Geschichte laufend zu vervollständigen.

Dazu kommen alte Geschichten von früher, Rückblicke in Zeiten, als wir noch keine Blogger waren, die alles aufschreiben, was aktuell passiert.

Ab und zu hilft mir der Jürgen dabei, unsere Blogs mit immer neuen Berichten und Geschichten zu füttern.
 Bloggen schiebt einen zuweilen sehr ins Licht der Öffentlichkeit.

Es passiert hier häufiger mal, dass Menschen böse reagieren, wenn man andeutungsweise erzählt, dass sie einen verletzt oder schlecht behandelt haben, auch dann, wenn niemand ihre Namen dabei nennt und die Öffentlichkeit es ja gar nicht wissen kann, wer damit gemeint ist.

Das ist übrigens keine Verletzung des Persönlichkeitsrechts.

 Es ist uns sogar schon passiert, dass sich Menschen durch Blog-Einträge angegriffen gefühlt haben, mit denen sie gar nicht gemeint gewesen sind. Manche Leute beziehen wirklich alles auf sich selbst.

 Weil Jürgen und ich sehr konkret beschreiben, dass wir zu den eher armen Leuten in Deutschland gehören .. eben kritisch aufzeigen .. so leben ältere Leute in Hartz-IV-Deutschland .. und wir sind ja kein Einzelfall, sondern eher die Regel, weil die wenigsten Leute es heute noch schaffen, bis zur Rente ohne aufstocken zu müssen durchzuhalten, einen festen gut bezahlten Vollzeitjob auszuüben ... auch deshalb werden wir nicht selten angegriffen.

Wer bloggt, braucht also ein ziemlich dickes Fell, das möchte ich Euch damit sagen .. auch Ellenbogen und die Bereitschaft, für das Recht auf Meinungsfreiheit auch öfter mal richtig zu kämpfen.

Ich nutze den Blog übrigens auch, um anders als in der Realität, wo es nach 25 Jahren nicht mehr da sein wird, für meine Mama, die ich sehr geliebt habe, ein virtuelles Grab anzulegen und ihr ganz öffentlich ins Jenseits mitzuteilen, wie wir nach ihrem Tod hier weiterleben, sie zu grüßen und zu ehren, so wie sie sich das immer von mir gewünscht hat.

Ein Blog ist also eine Mischung aus Hobby und Arbeit, ein echtes Tagebuch, ein Stück gelebte Geschichte, der viel Arbeit, aber auch genauso viel Spaß macht.

Ich vermute, um das zu denken, muss man gern schreiben, und zwar aus Passion und eine ganz bestimmte Mentalität haben.

Nachti - schlaft schön
Eure Renate

Kommentare:

  1. Das mit dem nicht benötigten Impressum ist so nicht korrekt: Durch die Adsense-Anzeigen werden Einnahmen erzielt (auch wenn sie gering sind) somit besteht eine "Einnahmeerzielungsabsicht" und damit nach allgemeiner Rechtsauffassung auch die Pflicht nach TMG ein Impressum zu führen. Der Blog hier ist ja auch nicht rein privat (richtet sich an Familie und Freunde) sondern ist definitiv an die Öffentlichkeit gerichtet. Da der Blog unter einer .de Domain läuft, greift das TMG definitiv. Einfach mal googeln, z. B.: http://www.usability-tipps.de/info/index.php/umfang-rechtssicheres-impressum/ oder https://www.e-recht24.de/artikel/datenschutz/209.html

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  2. Moin Chris .. danke für die Links .. ich schau da gleich mal rein.

    So wie hier findest Du das aktuell in Wikipedia:

    Deutsches Telemediengesetz

    In Deutschland fallen Blogs in den Regelungsbereich des Telemediengesetzes (in Kraft seit März 2007). Da nach dem Gesetzestext auch Weblogs als Telemedien anzusehen sind, sind Weblog-Betreibern damit bestimmte Kennzeichnungspflichten auferlegt. Dazu zählen unter anderem die Notwendigkeit eines Impressums, sofern es sich um ein geschäftsmäßiges Weblog handelt.

    Kritiker bemängeln die Unschärfe des Gesetzestextes, der nicht explizit die Kriterien nennt, ab wann genau ein Weblog als geschäftsmäßig gilt.[17]

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  3. Ich glaube, die Bezeichnung "in der Regel gegen Entgelt erbrachte Leistungen" dürfte private Blogs davon ausschließen. Lies mal:

    Telemediengesetz (TMG)
    § 5 Allgemeine Informationspflichten
    (1) Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien folgende Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten:

    1.
    den Namen und die Anschrift, unter der sie niedergelassen sind, bei juristischen Personen zusätzlich die Rechtsform, den Vertretungsberechtigten und, sofern Angaben über das Kapital der Gesellschaft gemacht werden, das Stamm- oder Grundkapital sowie, wenn nicht alle in Geld zu leistenden Einlagen eingezahlt sind, der Gesamtbetrag der ausstehenden Einlagen,
    2.
    Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme und unmittelbare Kommunikation mit ihnen ermöglichen, einschließlich der Adresse der elektronischen Post,
    3.
    soweit der Dienst im Rahmen einer Tätigkeit angeboten oder erbracht wird, die der behördlichen Zulassung bedarf, Angaben zur zuständigen Aufsichtsbehörde,
    4.
    das Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister oder Genossenschaftsregister, in das sie eingetragen sind, und die entsprechende Registernummer,
    5.
    soweit der Dienst in Ausübung eines Berufs im Sinne von Artikel 1 Buchstabe d der Richtlinie 89/48/EWG des Rates vom 21. Dezember 1988 über eine allgemeine Regelung zur Anerkennung der Hochschuldiplome, die eine mindestens dreijährige Berufsausbildung abschließen (ABl. EG Nr. L 19 S. 16), oder im Sinne von Artikel 1 Buchstabe f der Richtlinie 92/51/EWG des Rates vom 18. Juni 1992 über eine zweite allgemeine Regelung zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweise in Ergänzung zur Richtlinie 89/48/EWG (ABl. EG Nr. L 209 S. 25, 1995 Nr. L 17 S. 20), zuletzt geändert durch die Richtlinie 97/38/EG der Kommission vom 20. Juni 1997 (ABl. EG Nr. L 184 S. 31), angeboten oder erbracht wird, Angaben über

    a)
    die Kammer, welcher die Diensteanbieter angehören,
    b)
    die gesetzliche Berufsbezeichnung und den Staat, in dem die Berufsbezeichnung verliehen worden ist,
    c)
    die Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelungen und dazu, wie diese zugänglich sind,

    6.
    in Fällen, in denen sie eine Umsatzsteueridentifikationsnummer nach § 27a des Umsatzsteuergesetzes oder eine Wirtschafts-Identifikationsnummer nach § 139c der Abgabenordnung besitzen, die Angabe dieser Nummer,
    7.
    bei Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die sich in Abwicklung oder Liquidation befinden, die Angabe hierüber.

    (2) Weitergehende Informationspflichten nach anderen Rechtsvorschriften bleiben unberührt.

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  4. Das ist der Gesetzestext. Entscheidend ist, wie die das Gesetz gelebt wird. Das kann man in den Kommentaren dazu nachlesen, oder aus Gerichtsentscheidungen dazu ableiten. Die Kommentare findet man bei Anwälten oder in der Unibibliothek, nicht im Internet. Abgemahnt wird jedenfalls gerne (und erfolgreich), sobald Adwords oder Amazon-Links geschaltet werden. Dann auch für jeden Blog einzeln, nicht gesammelt, d. h. da ist man dann in Summe schnell bei einem vierstelligen Betrag, auch wenn die Einzelabmahnung gedeckelt ist. Da sich der Blog auch definitiv nicht an eine begrenzte private Zielgruppe richtet, sondern an die breite Öffentlichkeit, ist damit der andere Fall gegeben, der ein Impressum erfordert. eRecht24 und Co. sind da schon ziemlich eindeutig. Ist wie gesagt nur ein gut gemeinter Hinweis – ob Ihr ihn beherzigt, bleibt dann Euch überlassen. Sollte Euch mal jemand ans Bein pinkeln wollen wegen der Bloggerei, ist der Ärger schneller da als gedacht und wird kostspielig.
    2008/2009 wurde noch über die auch von Dir zitierte Stelle diskutiert. Dabei kam damals schon raus, dass „in der Regel gegen Endgeld“, nicht bedeutet, dass bezahlt wird um die Texte zu lesen. Inzwischen hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass Anzeigen und Affiliate Links auf jeden Fall für diese Einstufung reichen. Hier ist nochmals ein aktueller Text: http://www.54books.de/impressum/

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  5. Danke Chris .. die Kommentare stehen ja jetzt hier drunter .. vielleicht findet es der eine oder andere unserer Leser .. so viele sind das ja bei uns kleinen Bloggern nicht, sondern nur eine Hand voll ... und kann was damit anfangen.

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