Montag, 12. August 2019

Typisch Jobcenter: Wunsch und daraus resultierende Realität

Was für Jobvorschlage die Änderung bei meinem Mann von gelernt CTA zu ungelernt Bürohilfe mit sich brachte

 Die Fotos hier sind ein paar Tage alt. Haben wir gemacht, als Jürgen am letzten Mittwoch einen Termin beim Jobcenter hatte.

Es ging einmal darum, dass sie da nun alles auf digital umstellen.

Dann hatte ihn aber auch seine Fallmanagerin gefragt, ob es für ihn nicht einfacher sein könnte, statt in seinem gelernten Beruf als CTA vielleicht etwas Ungelerntes als Bürohilfe zu machen und er hatte zugestimmt.
 Ein Jobangebot hatte er schon mitbekommen, was sich wohl die Fallmanagerin, die ja eigentlich doch wissen sollte, was Jürgen nun kann, gelernt hat oder auch nicht kann, nicht wirklich durchgelesen haben kann.

Zusätzlich gehe ich davon aus, die Stelle war zu der Zeit sicher schon neu besetzt, denn ich habe das Stellenangebot, das nicht gelöscht wurde, beim Jobportal gefunden .. sollte zum 1.8.19 besetzt werden. Also sowieso hinfällig, weil überholt.
 Nun, man muss sich auf sowas ja bewerben, sonst gibt es Sanktionen.

Verlangt wurde einmal absolut sicheres Deutsch, aber auch verhandlungssicheres Englisch und natürlich Berufserfahrung in Telefondienst, Kundenberatung und Kundenbetreuung
 Und es soll nun für Jürgen einfacher sein, bei solchen Angeboten einen Job zu kriegen als in seinem Beruf als CTA, den er immerhin früher ja mal jahrzehntelang ausgeübt hat???

Verhandlungssicherunges Englisch am Telefon könnte ja nichtmal ich mit einem klaren Ja nennen, obwohl ich jahrelang als Fremdsprachenkorrespondentin tätig war, aber auch das war eine schriftliche Tätigkeit, wo man die Möglichkeit hatte, bei Unsicherheiten mal ein Wörterbuch zur Hand zu nehmen. Das geht am Telefon aber nicht .. da muss das fließend laufen.
 Jürgen hat früher am Gymnasium sehr früh Latein als Haupt-Fremdsprache gewählt. Der hat zwar das große Latinum, aber auch das logisch in Jahrzehnten, wo er das nie gebraucht hat, vergessen.

Englisch war bei ihm nur ein Nebenfach und er kann das so gut wie gar nicht mehr.

Anders als ich, die ich zumindest bei Texten, die Kunden bestellen, die kein Deutsch sprechen, meistens das Briefing übersetzen kann und denen dann einen natürlich nicht englischen, sondern deutschen Text basteln, kann Jürgen ja nichtmal das mehr . .ist zu lange her, er hat die Sprache nie gebraucht.
 Und Deutsch war nie sein Fach. Jürgen ist Legastheniker .. das weiß das Jobcenter auch.

Noch beim letzten Termin mit diesem Typen für Selbständige habe ich höchstpersönlich dem gesagt, ja ich mache das mit meinem Mann zusammen ... er ist fitter mit dem technischen Zeugs als ich, wenn hier was nicht funktioniert mit dem Internet und so .. ich lese jeden seiner klar nicht englischen, sondern deutschen Texte vor Abgabe Korrektur .. formulieren geht bei ihm ja, aber diese Texte sind dicht bei dicht voll Fehler, bevor ich die durchlese, und das immer.
 Ich habe dem Mann gesagt, ich bin krank und wenn ich das mal nicht mehr schaffe, dann ist Jürgen komplett arbeitslos, weil er die Texterei alleine ohne mich nicht machen könnte.

Aber wozu erzählt man das bei solchen Terminen?

Es notiert sich ja sowieso keiner.
 Das nächste Jobangebot was kam, ist was mit Verwaltung bei der Polizei.

Jede der Voraussetzungen, die da verlangt wird, kann Jürgen nur mit einem klaren Nein beantworten, was da wären:
 Eine mindestens 2jährige Ausbildung oder aber aktuelle vierjährige Beschäftigung im Verwaltungsdienst des öffentlichen Dienstes.

Gründliche Anwenderkenntnisse in Word, Excel, Tabellenkalkulation, MS Outlook .. und dann soll er sich noch mit E-Post B 10 auskennen.

Kenntnisse im Aufbau und der Ablauforganisation der Landespolizei SH

Das alles kann Jürgen nur mit einem klaren Nein beantworten.
 Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Flexibilität ...nun ja ..belastbar ist Jürgen sicher nicht .. Rest mag ja sein.

Kommunikationsfähigkeit würde ich sagen ja, ist er wohl.

Ausgeprägte Arbeitssorgfalt und Umgangsformen, psychisch und physisch belastbar.

Also wenn ich nicht an alles denke, Jürgen vergisst alles .. deshalb war er ja mal im Gefängnis, weil er eine Strafe nicht bezahlt hat und auch nicht dran gedacht zu fragen, ob er das in Raten bezahlen könnte ... und danach dann eben monatelang obdachlos.

Jürgen rastet aus, wenn es problematisch wird .. aber wie !!!! Auch wenn er ohne Stress sicher ein netter Mensch ist .. aber Jürgen hat die Nerven doch nicht. Der war mal alkoholabhängig und ist deshalb auch früher fristlos entlassen worden. Das weiß das Jobcenter doch.

Und nein, Jürgen war noch nie psychisch belastbar .. der ist ein Adoptivkind mit den dafür typischen Problemen und hat sehr dünne Nerven, die bei jeder Kleinigkeit explodieren.

Und da Jürgen die Scheuermannsche Krankheit hat, also ein schlimmes Rückenleiden .. nein der ist auch physisch nicht belastbar und war das auch nie.




Und sowas bezeichnet dann das Jobcenter als einfacher zu kriegen wie etwas in seinem Beruf, wo sich Jürgen zumindest auskennt, auch wenn er eben lange raus ist.

Das sollen nun einfache Tätigkeiten für eine ungelernte Bürohilfe sein.

Das sind hochqualifizierte Jobs, die man ungelernt gar nicht machen könnte.



Und da ich zumindest eine entsprechende Ausbildung und einige Jahrzehnte Berufserfahrung in derartigen Jobs habe .. selbst ich habe nach der Pflege und dem Tod meiner Mama und schon vorher, nachdem ich mich lange um meinen ja mit einer Körperbehinderung geborenen Jüngsten kümmern musste und da noch keine 5 Jahre aus dem Beruf raus war trotz Weiterbildung übers Arbeitsamt zum Auffrischen nie wieder reingefunden .. auch als ich noch 20 Jahre jünger war als Jürgen.

Und in seinem Alter haben die mich nichtmal mehr als Küchenhilfe oder Putzfrau haben wollen .. denn damals habe ich verzweifelt versucht, irgendeinn Job zu kriegen, weil ich panische Angst hatte, was sonst aus unseren Pferden wird und fand dann ja die Texter-Tätigkeit, die wir immer noch machen.

Aber auch da war auch ich nie so gut, dass wir jemals mehr als ein Zubrot damit hätten verdienen können.

Was denken sich diese Leute beim Jobcenter bloß?

Hören die eigentlich mal zu, wenn man da ist und denen ehrlich erzählt, was man kann und was nicht?

LG
Renate

Freitag, 9. August 2019

Etwas, das Erbschaften und Hartz IV betrifft

Ziemlich kompliziert, aber gut erklärt


Ein Link zu Sozialberatung Kiel, wo erklärt wird, wann eine Erbschaft als Einkommen und wann als Vermögen zu betrachten ist.


LG
Renate
 

An so einem Widerspruch und eventuell Klage hat das Jobcenter selbst schuld

Wir nämlich nicht, da wir von vornherein richtige Angaben gemacht haben

Ich Kopier einfach mal unseren Widerspruch gegen den letzten abschließenden Jobcenter-Bescheid plus Rückforderung hier rein.

Die haben selbst schuld, aber nachdem wir nun wieder stundenlang im Internet rumgesucht haben, reicht es mal wieder.

Ich bin sicher, die werden den Widerspruch ablehnen .. dann gibt es ne Klage, selbst schuld. Wenn die Jobcenter mal halbwegs anständig arbeiten würden, hätten die Sozialgerichte sicher nur halb so viel zu tun.

Hier der Text des Widerspruchs erstmal, muss ja sein, bevor man klagen kann.

...
Abs.: Renate Hafemann und Jürgen Gilberg
Breslauer Str. 1 – 3, 24211 Preetz

09.08.19

Jobcenter Kreis Plön
Behler Weg 23

24306 Plön

BG-Nr. 13106//0004064
Widerspruch gegen Ihren Erstattungsbescheid vom 06.08.19 sowie
Widerspruch gegen den abschließenden Bewilligungbescheid vom 07.08.19, und zwar da nur bezogen auf den Monat März 19
Bemerkung, dass nach Prüfung Ihrer Berechnung für den März 19 nach Eintritt des Rentenalters meiner Ehefrau auch der aktuelle vorläufige Bewillingsbescheid fehlerhaft sein dürfte und mein Anspruch höher ausfallen muss, weil Sie da einiges falsch berechnet haben
Begründung der beiden Widersprüche

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich sowohl Widerspruch gegen Ihren abschließenden Bewilligungsbescheid als auch Ihren Erstattungsbescheid von oben ein.

Ich begründe das wie folgt:

Zunächst einmal ist Ihre Angabe im Erstattungsbescheid falsch, dass Rückforderungen grundsätzlich in einer Summe zu erstatten sind. Weder meine Frau noch ich haben Ihnen jemals falsche Angaben über unser Einkommen gemacht, uns also nicht schuldhaft verhalten.

Sollte ich wirklich etwas erstatten müssen, dann dürfen Sie mir maximal 10 % vom Regelsatz abziehen. Das möchte ich grundsätzlich schon einmal hier festhalten.

Ich lege aber auch Widerspruch gegen den abschließenden Bewilligungsbescheid ein, weil ich nach Prüfung der Angaben im SGB II und SGB XII zu dem Schluss gekommen bin, dass Sie hier meine Ansprüche vollkommen falsch berechnet haben.

Ehepaare dürfen laut Grundgesetz grundsätzlich nicht schlechter gestellt werden, das gilt auch bei allen Transferleistungen wie Sozialhilfe, Grundsicherung nach SGB XII oder II und allen anderen.

Generell fallen in Bezug auf die Bedarfsgemeinschaft alle Rentner raus, die einen Anspruch auf Grundsicherung im Alter haben.

Bei Menschen, die mehr Rente bekommen und zusätzlich noch arbeiten, was ja heute auch im Rentenalter erlaubt ist, ist das nicht so, der Partner gehört dann auch als Rentner zur Bedarfsgemeinschaft.

Das darf aber nicht so aussehen, dass dieser Partner deshalb weniger Geld übrig behält wie ein Rentner, der einen Anspruch auf Grundsicherung im Alter hat.

So wie Sie das berechnen, wäre das aber so. Das widerspricht dem Grundgesetz und benachteiligt uns als Ehepaar in gemischter Bedarfsgemeinschaft aus einem Rentner und einem Anspruchsberechtigten nach SGB II.

Zunächst einmal haben alle alten Menschen im Rentenalter auch ohne Merkzeichen G einen Mehrbedarfsanspruch von 17 % des Regelsatzes, was Sie bei meiner Frau vergessen haben zu berücksichtigen. Das ist übrigens auch aktuell beim momentanen vorläufigen Bewilligungsbescheid so.

Als meine Frau wegen des ersten Rentenmonats März nach einem Darlehen gefragt hat, haben Sie gesagt, sie ist raus, sie bekommt von Ihnen keinerlei Hilfen mehr.

Sie muss mir aber sozusagen Unterhalt leisten, denn ihr Überhang wird mir ja vom Bedarf abgezogen.

Laut § 20 SGB XII dürfen verheiratete Paare nicht schlechter gestellt werden als welche, die nur in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben.

Der nächste Paragraph sieht so aus:

„§ 21 SGB XII Sonderregelung für Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Buch
Personen, die nach dem Zweiten Buch als Erwerbsfähige oder als Angehörige dem Grunde nach leistungsberechtigt sind, erhalten keine Leistungen für den Lebensunterhalt.“

Meine Frau ist eine Angehörige, aber ein Darlehen zur Überbrückung der Rentenzahlung erst am Monatsende hat sie von ihnen nicht bekommen und nichtmal ich habe eines bekommen, obwohl ich beim Sozialamt auch nichts bekommen hätte.

Sie haben mir allerdings damals den Betrag, für den ich gerne ein Darlehen gehabt hätte, damit wir über den März kommen, dann mit dem Monat März ausgezahlt und mir mitgeteilt, Sie würden das alles abschließend abrechnen, wenn ich die abschließende Anlage EKS für dem Abrechnungszeitraum Oktober 18 bis März 19 eingereicht hätte.

Ich habe Sie nicht gebeten, das so zu machen, sondern ordnungsgemäß um ein Überbrückungsdarlehen gebeten.

Das ist Ihre Schuld nicht meine. Ich bin nichtmal sicher, ob ich diese Überzahlung überhaupt zurückzahlen muss, denn Sie haben da einen Fehler gemacht, nicht ich, aber wenn doch, dann keinesfalls auf einmal, sondern nur mit 10 % von meinem Regelsatzanspruch.

Zusätzlich habe ich hier noch folgenden Paragraphen über einen Familienzuschlag gefunden:

„§ 85 SGB XII Einkommensgrenze
(1) Bei der Hilfe nach dem Fünften bis Neunten Kapitel ist der nachfragenden Person und ihrem nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner die Aufbringung der Mittel nicht zuzumuten, wenn während der Dauer des Bedarfs ihr monatliches Einkommen zusammen eine Einkommensgrenze nicht übersteigt, die sich ergibt aus
1.
einem Grundbetrag in Höhe des Zweifachen der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28,
2.
den Aufwendungen für die Unterkunft, soweit diese den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang nicht übersteigen und
3.
einem Familienzuschlag in Höhe des auf volle Euro aufgerundeten Betrages von 70 vom Hundert der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28 für den nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner und für jede Person, die von der nachfragenden Person, ihrem nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner überwiegend unterhalten worden ist oder für die sie nach der Entscheidung über die Erbringung der Sozialhilfe unterhaltspflichtig werden.“
So wie ich das verstehe, steht uns zusätzlich auch noch dieser Familienzuschlag zu. Das finde ich auch nirgends in Ihren Berechnungen.

Telefonisch wurde uns dann mal gesagt, in Bezug auf unseren kleinen Texter-Job hätte meine Ehefrau, deren Rente voll angerechnet wird (obwohl das ja steuerpflichtiges Einkommen ist, ich nehme an, das wissen Sie), und zwar nur unter Abzug der uns eben wirklich momentan bekannten Sozialabgaben, bei einer eventuellen Steuerpflicht wissen wir bisher ja gar nichts, weil das erste Rentenjahr ja noch gar nicht rum ist, dass das Zusatzeinkommen weiterhin genauso behandelt würde wie vorher auch.

Das heißt, die ersten 100 Euro wären innerhalb der Freibetragsgrenze sowieso nicht als Einkommen anrechenbar.

Sie haben aber die Rente und das Arbeitseinkommen meiner Frau zusammengerechnet, um ihr dann einen für mich nicht nachvollziehbaren sogenannten individuellen Freibetrag in Höhe von 40,46 Euro zuzugestehen, der zwar etwas höher ist als ihr monatliches Erwerbseinkommen in dem Halbjahr der letzten abschließenden EKS, aber für mich in keiner Weise nachzuvollziehen ist, wie Sie überhaupt auf diese Summe gekommen sind.

Können Sie mir das erklären, wie Sie auf die 40,46 überhaupt gekommen sind?

Auch nach viel Suchen finde ich hier definitiv gar nichts, weder im SGB II noch im SGB XII.

Um um eventuelle Raten zu bitten, haben Sie mir dann noch einen Inkasso-Service genannt, mit dem ich mich nicht in Verbindung setzen werde, da Sie erstens wenn denn Ihre Berechnung überhaupt so stimmen sollte, was in meinen Augen aber das Sozialgericht klären sollte nach meiner nun erfolgten Recherche, grundsätzlich von vornherein den Betrag nicht hätten auf einmal verlangen dürfen, sondern gleich Raten festsetzen.

Aber ich widerspreche auch der Berechnung an sich.

Da meine Ehefrau hiervon mitbetroffen ist, nenne ich Sie als Nebenklägerin im Absender und sie wird das hier auch als Betroffene gemeinsam mit mir unterschreiben.

Danke für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

...
Unten noch bissel was zum Vertiefen, auch die beiden Links zum SGB II und SGB XII ganz unten.

Mittwoch, 7. August 2019

Unser Jobcenter wird jetzt digital

Warum Jürgen heute einen Termin beim Jobcenter hatte


Jürgen, Pepe und ich heute morgen auf dem Weg zum Jobcenter Preetz.

Ein kurzes Gassi hatte Pepe ja schon früh, als ich Kaffee fürs 1. Frühstück gemacht habe.

Das war dann sein 2. Gassi und schon etwas länger heute.

Ich hatte mir eigentlich gedacht, dass es nichts Schlimmes sein wird, weshalb Jürgen nun nach langer Zeit mal wieder persönlich zum Jobcenter musste. Es war auch nichts Schlimmes.

Pepe und ich sind dann mal ein wenig ums Haus gelaufen, haben gleich vier von unseren Nachbarn aus unserem Wohnblock getroffen .. und auf dem Weg nach Hause danach noch drei.

Pepe erobert momentan gerade die Herzen in unserer Nachbarschaft im Sturm.

Als Jürgen später wieder raus kam, hat er erzählt, worum es eigentlich ging.

Wir haben uns später dann hier auf die Bank gesetzt, der Pepe und ich.

Beim neuen Jobcenter kann man nämlich gut draußen warten, wenn Jürgen drinnen ist.

Das Jobcenter fängt auch hier an, jetzt auszuprobieren, wie es läuft, wenn sie alles mögliche digital machen.

Jürgen hat jetzt einen eigenen Account und außerdem schickt das Jobcenter Job-Angebote jetzt per E-mail. Sie mussten aber mit den Leuten halt persönlich reden, um das alles einzurichten.

Jürgens Fallmanagerin hat noch gefragt, ob Jürgen so lieb ist, ihr nach einer Weile mal zu erzählen, ob auch alles gut funktioniert nun digital.

Ein Teilzeit-Jobangebot als Bürohilfe hat er mitbekommen. Eigentlich wäre so ein Job nichtmal schlecht, auch wenn ich halt nicht glaube, dass Jürgen ungelernt und über 60 da eine Chance hätte, aber versuchen kann er es ja mal. Können könnte er das sicher. Mein Mann ist ja nicht auf den Kopf gefallen.

Nur habe selbst ich mich in seinem Alter ja oft auf sowas beworben .. und ich habe das gelernt .. und auch nie eine Zusage bekommen.

Wir waren da bissel rumlaufen, während Jürgen drinnen war.



Und da kam Herrchen dann wieder und hat erzählt.

Ich habe unten auch schon was darüber gefunden, dass das jetzt viele Jobcenter machen .. siehe Link ganz unten, falls es einer von Euch mal nachlesen möchte, was sie da schreiben.

Da freute sich ein kleiner Pepe, dass Herrchen wieder da war.

Und dann ging es wieder zurück nach Hause.

Die tolle grüne Raupe oben haben wir auf dem Heimweg auch getroffen.

Da waren uns gerade zwei andere Hunde begegnet und Pepe musste erstmal dolle bellen.

Aber das ist eigentlich halb so wild.

Von Menschen lässt er sich durch die Bank streicheln und ist ganz freundlich.



So das unten ist jetzt der Link, wo Ihr noch mehr darüber nachlesen könnt, dass die Jobcenter jetzt an vielen Orten alles auf digital umstellen, nicht nur das in Preetz.










https://www.kommune21.de/meldung_31716_Revolution+in+kleinen+Schritten.html

LG
Renate

Samstag, 3. August 2019

Für Euch gefunden

Was zum Schmunzeln



Hallo zusammen ☀️
ich wollte euch eigentlich ein Bild von meinen Hunden 🐶🐶 zeigen.



Gestern war ein herrlicher, fast schon zu heißer Tag und den verbrachten wir am Wasser🌊.
Doch als ich das Bild hochladen wollte, sind mir direkt ein paar Dinge ins Auge gesprungen, die eventuell zu einer mühseligen Diskussion unter meinem Post führen könnten...
Also habe ich es etwas bearbeitet, damit niemand was zu meckern hat.
Als erstes habe ich die Halsbänder der Hunde entfernt.
Die beiden Großen tragen nämlich ein Kettenhalsband (keinen "Stachler", ein ganz normales Gliederhalsband).
Darf man nicht, weiß man ja, also weg damit.
Der kleine, ein paar Monate alt, trägt auch ein einfaches Halsband. Halsband am Welpen oder Junghund?? Tierschutzrelevant!
Ich überlege kurz ein Geschirr rein zu kopieren, müsste aber eins sein, daß PERFEKT sitzt.
Also lasse ich es weg.


Einer meiner Hunde trägt einen Stock . Einen Stock! Wie gut, daß ich das sehe! Schnell wegradieren, Stöcke sind gefährlich! Weiß ja jeder!
Außerdem erziehe ich mir mit Stöckchenwerfen einen adrenalinsüchtigen Jäger heran.

Habe ich den See vorher auf Blaualgen getestet?
Himmel nein! Schnell schwärzen das Ding, könnte jemandem auffallen und dann habe ich den Salat.
Wie bin ich überhaupt zu dem See gekommen bei dem Wetter?
Was antworte ich auf die Frage?
Hatte ich bei der Hitze die Hunde in meinem Auto? Hat das eine Klimaanlage? Was, wenn einer rausfindet, das nicht?!


Und zu Fuß konnte ich auch nicht hin.
Der Asphalt ist zu heiß und der kleine darf laut Fünf-Minuten-Regel nicht länger als 20 Minuten spazieren gehen...
Also auf jeden Fall den Zwerg noch schwärzen! Wenn das einer sieht, Diskussion ohne Ende!
Und meine Hunde? Reinrassig. Mist.
Könnte zu Diskussionen führen...
Aggressiv, krank, vielleicht überzüchtet, ist das einer mit gradem Rücken? Vom Züchter und nicht von einer Tierschutzorganisation?
Neee, zu dem Theater fehlt mir heute die Lust.
Also noch schnell weg radieren.
So, jetzt dürfte niemand mehr was zu meckern haben.
Ich hoffe es gefällt euch und regt ein bisschen zum Nachdenken an 😉😉😉

( "geklaut"😁)
LG
Renate


Freitag, 2. August 2019

Sind die Generationen X, Y und Z zu sehr verwöhnt worden ...

...jemand schreibt, wir haben lauter Narzisten erzogen

Ich werde unter diesen Link einfach wieder nur ein paar Zitate aus den Text setzen .. welche, die mir besonders aufgefallen sind oder noch deutlicher .. wo ich unsere eigenen Erziehungsmethoden wiedererkenne.

Wir sind die Nachkriegsgeneration. Wir wollten alles gut machen. Diese Psychologin aber sagt, wir haben eventuell unseren Kindern zu wenig Grenzen gesetzt, auch zu wenig Leistung von ihnen verlangt, sie zu sehr verwöhnt

Und das, was wir so schmerzvoll erleben, haben wir das alles durch eine viel zu lasche Erziehung und dass wir unsere Kinder so maßlos verwöhnt haben, selbst verbockt?

Und machen unsere Kinder das womöglich mit unseren Enkeln jetzt genauso oder vielleicht sogar noch schlimmer, als wir es mit ihnen gemacht haben?

Einfach mal lesen. Es ist ein Text, der einen ins Grübeln bringt.

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/viele-kinder-werden-narzissten-14169998.html
...

Erziehung : „Viele Kinder von heute werden totale Narzissten“
 ...
 Immer mehr Eltern versagen kläglich, wenn es darum geht, den Nachwuchs zu erziehen, sagt die Kinder- und Jugendtherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger. Das wird gravierende Folgen für das spätere Zusammenleben und die zukünftige Gesellschaft haben
...
 Frau Leibovici-Mühlberger, Sie schreiben in Ihrem Buch, früher seien drei bis vier Kinder in einer Schulklasse seltsam gewesen, heute seien hingegen nur noch drei bis vier Kinder normal.
...

Das ist die Aussage einer älteren Pädagogin, die vor dreißig Jahren schon im Dienst war. Sie beobachtet in ihrem Alltag das, was ich auch im meiner Praxis beobachte: Immer mehr Kinder sind verhaltensoriginell, tyrannisch und voller Widerstand.

Ist das nicht ein bisschen pauschal?

Nein. Die Zahl der psychotherapeutischen Behandlungen in Österreich hat sich seit 2005 verdoppelt. 
...

Warum rebellieren diese Kinder denn?

Weil sie nicht in einer kindgerechten Umgebung aufwachsen. Die Eltern dieser Kinder machen ihren Job nicht. Sie wollen lieber die Freunde ihrer Kinder sein, als sie zu erziehen. Aber eigentlich müssten sie Verantwortung für ihre Kinder übernehmen und ihnen einen geschützten Raum zur Verfügung stellen, in dem sie sich entwickeln können. Sie müssten altersadäquate Grenzen ziehen und dem Kind in diesem Rahmen Gelegenheit geben, sich auszuprobieren.
...
 
Ich sehe bei vielen Eltern eine extreme Angst, ihren Kindern durch zu strenge Regeln irgendwas zu verbauen oder sie zu zerstören. Sie vermitteln ihrem Kind, dass es tun kann, was es will, und trauen sich nicht, von ihm zu verlangen, dass es sich anstrengen soll. Sie sagen zum Beispiel: „Hauptsache, du bleibst nicht sitzen. Deine Noten sind nicht so wichtig.“ Oder, anderes Beispiel: Bei mir in der Beratung habe ich einen Neunjährigen, der schläft noch immer im Ehebett zwischen seinen Eltern, einem älteren Akademikerpaar. Wenn sie sagen, dass er das nicht mehr machen soll, schlägt er sie. Und das lassen sie sich gefallen. Aber Eltern müssen stark sein und ihre Führungsautorität behalten! Sonst wird das Kind früh autonom und wechselt in eine Peergroup. Es sagt dann zum Beispiel: „Ich gehe nicht mehr mit euch Klamotten kaufen, sondern mit meinen Freunden.“

Das ist doch nicht so schlimm.

Es kommt darauf an, in welchem Alter das passiert. Dadurch, dass die Pubertät heute schon viel früher einsetzt als noch vor einer Generation, kann das heute schon mit 12 der Fall sein statt mit 17. Da wird dann also mit 12 die Bindung, die ein Kind eigentlich noch zu seinen Eltern haben sollte, auf ein führendes Peergroup-Mitglied übertragen. Das bedeutet im Klartext, dass dann der Einäugige den Blinden führt, denn der Altersabstand zwischen beiden ist gering. Das ist kulturhistorisch absurd. Werte wurden Jahrtausende lang immer von einer Generation zur nächsten weitergegeben und dann in der Pubertät von der nachfolgenden Generation in Frage gestellt und transformiert. So ist die Ordnung, so sind die Regeln. Jetzt aber haben wir eine horizontale Übertragung innerhalb der Peergroup, mit 13 oder 14. Das ist eine Novität und führt zu absurden Betriebskulturen, die narzisstisch und brutal sind. So wird Potential vernichtet, denn diese Kinder sind ja nicht dümmer als wir. Aber sie können ihren Intellekt nicht nutzen, oder sie kehren der Gesellschaft den Rücken zu.
...
 
Und warum können die Eltern keine Grenzen mehr setzen?

Unsere gesamte Gesellschaft verändert sich immerzu. Das ist normal. In den letzten 25 Jahren wehte das Banner der Freiheit und Selbstverwirklichung. Das klingt gut: Ich muss nicht mehr Schuster werden, weil mein Vater Schuster war. Sondern ich soll das machen, was ich will.

Warum hat sich das gerade in der letzten Generation geändert?

Das hängt an der politischen Entwicklung. Früher hatten wir den Kalten Krieg, aber den hat der Westen „gewonnen“, der Westen mit seinem Kapitalismus und den Möglichkeiten der freien Entfaltung des Individuums. Und weil alle Eltern das Beste für ihr Kind wollen, denken viele von ihnen nun, dass diese maximale Freiheit auch das Beste für ihre Kinder sei. Sie denken sich: Wir wollen keine Untertanen erziehen, sondern einen freien Geist!
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 Was ist so falsch daran?

 Alles. Wenn Kinder immer nur machen dürfen, was sie wollen, lernen sie weder Durchhaltevermögen noch Konzentration, sie lernen nicht, zurückzustecken und ihre eigenen Bedürfnisse zu verschieben, und sie lernen auch nicht, vorausschauend zu sein. Erste Folgen dieser freiheitlichen Erziehungsmethode zeigen sich, wenn das Kind in die Schule mit ihren knallharten Leistungs- und Konkurrenzgedanken kommt. Da kann es dann mit seinem Wortbeitrag nicht abwarten, wenn ein anderes Kind spricht, oder es guckt die ganze Zeit zum Fenster raus, und es macht zum ersten Mal die Erfahrung, dass nicht jeder seiner Striche bewundert wird. Es erlebt also zum ersten Mal Frustration und wird entsprechend auffällig. 
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Denn die Eltern haben ihn sein Leben lang wie einen Prinzen oder eine Prinzessin behandelt und ihm gesagt, dass er sich nicht anzustrengen braucht oder dass ihnen seine Schulnoten nicht so wichtig sind. Jetzt aber sind sie plötzlich unzufrieden mit ihm, weil er sich nicht anstrengen mag. Das führt zu großen Aggressionen bei dem jungen Menschen. Ich habe in meiner Praxis viele Jugendliche, die sagen, dass sie ihre Eltern hassen, und die sich von ihnen abwenden.

Hat sich denn nicht in der Phase, als die Eltern ihrem Kind noch seinen Willen gelassen haben, eine tragfähige Bindung zwischen Eltern und Kind etabliert, von der beide Seiten in dieser Krise profitieren könnten?

Nein. Sie verwechseln da was. Es ist nicht so, dass Kinder ihre Eltern automatisch lieben, wenn die nur alles für sie tun. Ganz im Gegenteil, solche Kinder haben keinen Respekt vor ihren Eltern, weil die ihnen keine Grenzen vorgeben und ihr Kind nicht „festhalten“. Es fühlt sich alleine und hat keine Struktur auf der Welt. Die Kinder solcher Eltern sehen in ihren Eltern keine Personen, sondern Diener, und fühlen sich selbst als Chef. Das führt aber dazu, dass sie keine Grundsicherheit spüren, sie wissen nicht, wer sie beschützen könnte und auf wen sie sich verlassen können.
...
 
Was für Folgen hat das im Erwachsenenalter? 

Es wird diesen Menschen erstmals schlechter gehen als ihren Eltern. Sie haben keine Bereitschaft, sich anzustrengen, und keinen Leistungswillen. Sie wollen nicht erst lange dienen, bevor sie Chef werden. Und noch etwas: Diese Menschen werden die ältere Generation nicht mehr pflegen. Sie haben eine Grundausrichtung, die ihnen sagt: Nur ich bin wichtig, und mich für andere zu engagieren oder gar aufzuopfern kollidiert massiv mit meinen Bedürfnissen. Sie haben eine Ich-Brille auf, sie beurteilen ihre Umgebung nur danach, was sie ihnen für Vorteile bietet. Das ist der reine Narzissmus. 
...
 Tja ... ich erkenne uns und unseren Erziehungsstil da oft wieder .. ja klar haben wir es nur gut gemeint ...rückgängig machen kann man das nicht mehr jetzt.

Und was zuletzt gesagt wird, das mit der Ich-Brille ...in Bezug auf ihre Kinder ist das wohl nicht so .. aber wie sagt der Jürgen immer, unsere Kinder werden Kinder erziehen, die noch schlimmer sind als sie selbst .. und vielleicht erst dann, wenn sie ganz alt sind erkennen, wie weh das eigentlich tut, was sie selbst mit uns gemacht haben .. weil sie genau das dann auch selbst erleben werden.

Sie machen ja die gleichen Erziehungsfehler.

LG
Renate