Samstag, 13. Januar 2018

Ein interessanter Text

... aber hätte so eine neue linke Partei denn eine Chance?

Foto dpa

Ich habe das eben im Internet gefunden, dass Teile der Linken meinen, ob es Sinn machen könnte, sich mit allen Linken auch aus anderen Parteien, also speziell denen bei der SPD und denen bei den Grünen, zusammenzutun und dann zusammen als sozusagen neue Partei daraus eine ganz neue Linke zu machen.

Manche der Linken wie Lafontaine und Wagenknecht finden diese Idee gut, Katja Kipping sagt, das wird nicht klappen.

Bernd Riexinger setzt auf die jungen Leute, denn die Kapitalismuskritik sei bei der Jugend wieder im Kommen. Er sagt auch, die SPD hat sich von Hartz IV noch nicht verabschiedet und so macht das keinen Sinn und die Grünen würden sich statt auf Soziales zu sehr auf die neue Automobilindustrie fixieren.

Na ja .. ein interessantes Thema.

Ich verlinke das mal.


LG
Renate
 


Freitag, 12. Januar 2018

Die GroKo rückt in greifbare Nähe

- Sie haben es also zumindest bis dahin vollbracht -


Was konkret draus wird, weiß ja noch niemand.

Ich möchte mal suchen, was eigentlich die Profi-Presse darüber schreibt:

Siehe Links:


Also laut Spiegel sind auf jeden Fall ein paar vernünftige Gedanken zum Thema Glyphosat dabei, dass das Kindergeld ein bisschen steigen soll, ist für die Menschen, die wirklich arm sind, allerdings vollkommen irrelevant .. solange die Regelsätze nicht geändert werden, denn Kindergeld wird bekanntlich zu 100 % verrechnet .. das gleiche gilt bei allen Armen auch für Abzüge aller Art, wo das, solange man aufstocken muss, vollkommen schnurzegal ist, wie hoch die sind .. denn Abzüge  kann man ja absetzen, was einem aber netto nicht weiterhilft, da es sich dabei ums Brutto handelt. Bei den Asylgeschichten und beim Spitzensteuersatz hat sich klar wie vermutet die CDU/CSU durchgesetzt ...bissel mehr Rente vielleicht .. nun ja, auch das hilft nur den Menschen, die ihre Rente nicht mit Grundsicherung aufstocken müssen. Sie haben bissel was zum Kohleausstieg geplant .. und mehr Geld für die Schulen, auch anders, nämlich mit Unterstützung vom Bund, soll her .. okay.  Dann wollen sie angeblich 150.000 Landzeitarbeitelosen helfen, wieder in den Arbeitsmarkt reinzukommen. Also sowas sehe ich als jemand, die Erfahrung mit sogenannten "Weiterbildungsmaßnahmen oder so idiotischen Dingen wie 50plus hat", eher skeptisch. Kann auch bedeuten, mit wieder viel Druck irgendeinen Sinnlos-Mist, der viel Geld kostet, machen zu müssen statt wirklich Arbeit zu finden, von der man auch leben kann.  Na ja .. und die Gleichberechtigung der Frau gehört auch noch mit ins Programm, wo im öffentlichen Dienst was passieren soll.

Also was sie bisher so geplant haben, steht konkret oben im Link drin, weil meine Kurz-Erklärungen nicht reichen sollten.


Ein neuerer Text des Spiegels zum Thema, wo gesagt wird, was da bisher verhandelt wurde, wird die Spaltung in Deutschland zwischen denen, die noch zufrieden sind und denen, die unzufrieden sind, nicht ändern, sondern alles nur noch schlimmer machen.


Hier wird auch erzählt, was sie so besprochen haben und dass die Jusos mega-enttäuscht sind deswegen.


Da war nichts extrem Neues zu finden.

Nun der Link zur Bild-Zeitung:


Da ist ein Zitat von Göring-Eckardt genannt, das mir gefällt, das übernehme ich mal hierher:

Katrin Göring-Eckardt (Grüne): »Offenbar wollen beide nichts Positives

Die große Koalition habe offensichtlich keine Ambitionen, irgend etwas voranzubringen, sagt die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt. Offensichtlich wollten beide Partner nichts Positives für das Land bewegen.
„Wenn jetzt jemand das hervorragend nennt bei dem, was da auf dem Zettel steht, dann ist es auch Unehrlichkeit in der Politik.”
SPD-Chef Martin Schulz solle sich genau überlegen, was er seinen eigenen Leuten, aber auch was er der Bevölkerung sagen werde.

Im Prinzip denke ich, das war aber nicht anders zu erwarten, denn schon das Wahlprogramm der SPD hätte, selbst wenn die gewonnen hätten, ja für die wirklich unzufriedenen Menschen hierzulange gar nichts gebracht.

LG
Renate
 

Mittwoch, 10. Januar 2018

AfD-Debakel um die Neutralität Claudia Roths als Bundestagsvizepräsidentin

- Egal wie die argumentieren, ich kann Claudia Roths eigene Meinung gut nachvollziehen -

Foto: von Wikipedia

Sie hätte neutral sein müssen und nicht sagen, dass ihrer Ansicht nach eine Partei wie die AfD im Vorsitz des Kulturausschusses nichts zu suchen haben dürfte, da sie ganz sicher die nunmal traurige Deutsche Geschichte dort verfälschen würden, was nicht sein darf.

So sagt die AfD und beantragt, Claudia Roth das Amt als Bundestagsvizepräsidentin abzuerkennen.

Vielleicht sollten sich unsere vielen Protestwähler, die doch der gängigen Regierung mit der Wahl der AfD nur nen Denkzettel verpassen wollten, mal vor Augen halten, was passieren würde, wenn diese Partei in Deutschland wirklich viel zu sagen hätte.

Ich denke, wir wären dann nicht mehr sehr weit von Nazi-Deutschland entfernt .. und diese Aktion gegen Claudia Roth, die doch vollkommen recht mit ihrer eigenen Meinung hat, auch wenn sie in diesem Amt vielleicht keine haben sollte, zeigt das auch ganz deutlich.

Ich bin auch nicht zufrieden mit der Politik in Deutschland .. trotzdem lebe ich lieber so weiter wie bisher als mir vorzustellen, eine rechtsradikale Partei wie die AfD hätte in Deutschland eine Mehrheit im Bundestag und wirklich was zu sagen.

Da kann man wirklich nur beten, dass die Koalitätsverhandlungen zwischen schwarz und rot irgendwie klappen werden, egal was dabei rausbrät .. denn schlimmer geht es immer.

Na ja .. lest mal in den Link rein:


LG
Renate

Samstag, 6. Januar 2018

Die neuen Mietobergrenzen für Kiel ab 1.1.18

- Mit einer ellenlangen Diskussion unter dem Beitrag -


Siehe Link zur Seite Sozialberatung Kiel

Es ist so wie ich das sehe, alles, aber nicht zufriedenstellend.

Aus dem Beitrag an sich nur ein kleines Zitat, woraus schon abzulesen ist, wie da wieder vorgegangen wurde, um an den Ärmsten der Armen sparen zu können:

...
 
Ungewöhnlich ist auch, dass weder der Sozialausschuss noch die Ratsversammung der Landeshaupstadt Kiel für die Stadt Kiel als anteilige Kostenträgerin den neuen Mietrobergrenzen vor deren Veröffentlichung zugestimmt haben. Dass Wohnraum zwischen 50 und 60 Qudartmetern in Kiel seit 2014 nicht teurer geworden sein soll, erscheint wenigstens kontraintuitiv.
...
Nun der Link, wo Ihr alles darüber finden könnt und anschließend auch eine rege Diskussion.


LG
Renate
 

Donnerstag, 4. Januar 2018

Glyphosat im Zusammenhang mit der atypischen Weidemyopathie der Pferde

- Ich suche mal Texte zum Thema -


Geklärt ist das nicht, sondern nur eine vieler Vermutungen, was der Grund für diese heimtückische Krankheit sein kann, die grundsätzlich nur Pferde auf der Weide, und das meistens nach einem spontanen Kälteeinbruch, trifft.


Das oben ist ein recht neuer Text aus September 2017, der das Thema von allen möglichen Seiten beleuchtet. Unter anderem werden da auch zwei in Verdacht stehende Ahornarten betrachtet, wo eventuell die Samen oder Blätter der Grund sein könnten, der Eschen-Ahorn und der Bergahorn.

Siehe Links, wie die aussehen:



Ein anderer Aspekt ist Stress im Gras, und zwar in erster Linie dem Weidelgras, was also Weiden, wo viel davon wächst, in den Blickpunkt bringt.

Und der nächste Aspekt ist wie bei den Rindern Glyphosat. Die Stelle, wo das in dem Text oben angesprochen wird, kopiere ich mal hier rein:

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Die Ursache: Im Pansen der Rinder bilden Mikroorganismen eine dem Indol biochemisch ähnliche Substanz. Anzunehmen ist, dass dieses Stoffwechselprodukt aus Indolverbindungen des Deutschen Weidelgrases stammt. Da erscheint es nur logisch, einen möglichen (sehr schwerwiegenden) Auslöser der Atypischen Weidemyopathie beim Pferd gerade in diesen Lolitremen zu suchen!
Auch in einem weiteren Punkt ist die Landwirtschaft nicht unschuldig. Das großzügige Verbringen von Roundup (Totalherbizid mit Glyphosat als toxischem Wirkstoff) auf landwirtschaftlich genutzte Flächen führt zu entsprechender Belastung des Rinderfutters mit Glyphosat. Dieses schädigt nachweislich die Darmflora der Rinder, was zu starker Vermehrung des Bakteriums Clostridium botulinum führt. Dessen Toxine lösen den tödlichen Botulismus aus (Erläuterung der Universität Leipzig hier: http://www.zivilcourage.ro/pdf/Risiko-Glyphosat.pdf?PHPSESSID=2279daff3c22a4 )
Pferde wären dann unter Umständen genauso betroffen von diesem Glyphosat-Vergiftungs-Syndrom (diese Bezeichnung stammt von Prof. Dr. Lorenzen,  http://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2013/Lorenzen.pdf): Auch Pferdeweiden werden möglicherweise mit Roundup behandelt – z. B. gegen Jakobs-Kreuzkraut! Analog würde auch im Heu die tödliche Gefahr schlummern.
Mit Ahornbäumen – egal welcher Spezies – hat das jedenfalls nicht im Entferntesten zu tun…

 Dr. Frauke Garbers, Biologin

05.09.2017
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Auch daraus mal nur die Abschnitte, wo Glyphosat ins Spiel kommt:

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 Für diese Annahme spricht einiges. Von Rinderbeständen weiß man, dass sich wohl durch die Belastung der Futter mit Glyphosat (Unkrautvertilger, bekannt unter dem Namen Round up), in deren Verdauungssystem das Bakterium Chlostridium botulinum stark vermehrte, mit der Folge einer tödlichen Vergiftung durch Botulinumtoxin. Untersucht hat das bzgl. der Rinder Frau Prof. Krüger – Uni Leipzig. Es müsste also untersucht werden, ob die entsprechenden Weiden mit diesem Mittel z.B. gegen Jakobs-Kreuzkraut behandelt wurden. Genauso könnte es auch das Heu sein, wenn die dafür genutzten Wiesen mit Glyphosat belastet sind. Diese Giftstoffe werden ja fast überall leichtfertig eingesetzt.
Weiter im Originaltext:
...
In einem Text der Tierärztlichen Klinik für Pferde, Dr. Jürgen Martens und TA Traugott Roewer, Bark-Bockhorn, heißt es:
„Auffällig war das gehäufte Auftreten im norddeutschen Raum. Die Erkrankung ist nicht von Pferd zu Pferd übertragbar. Sie hat also keinen seuchenhaften Charakter.“
Das ist besonders interessant, denn gerade in Norddeutschland sind die Wiesen extrem artenarm, bedingt durch die intensive Landwirtschaft. Der Einsatz von Mineraldünger und Pesitiziden incl. Glyphosat ist entsprechend hoch. Man müsste also in dieser Richtung suchen, was aber, aus naheliegenden Gründen, nicht geschehen wird.
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Daraus dann auch mal:
...



Seit einigen Jahren wird der Einsatz des Totalherbizids (Herbizid = Unkrautvernichtungsmittel, total = wirkt nicht selektiv, sondern „tötet“ alle Pflanzenteile) Glyphosat in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Ich möchte heute gern auf den Bezug zur Pferdeernährung eingehen.

 

Trotz, dass es vor nicht allzu langer Zeit von einer Arbeitsgruppe der WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft wurde, ist Glyphosat, vor allem das bekanntesten Mittel Round-Up®, auch für Privatpersonen frei käuflich und wird auch leichtfertig von Privatpersonen im Garten und an Wegesrändern eingesetzt.

 
 

Glyphosat wirkt, indem es sich nach der Aufbringung in der ganzen Pflanze verteilt und einen wichtigen enzym-gebundenen Stoffwechselweg der Pflanze hemmt. Außerdem werden viele in der Pflanze enthaltene Mineralstoffe (Magnesium, Calcium, Eisen, Mangan,…) zu festen Komplexen (Chelaten) verbunden, sodass diese für die Pflanze nicht mehr nutzbar sind. Dies führt in Summe zum Absterben der behandelten Pflanze. Menschen und Tiere besitzen zwar nicht dieses Enzym, an welchem Glyphosat in der Pflanze angreift, trotzdem ist die Wirksamkeit von Glyphosat nicht im pflanzlichen Bereich abgeschlossen, sondern es wirkt nachweislich auch im Stoffwechsel von Säugetieren nach der Aufnahme über behandelte Lebensmittel, Futter oder Einstreu weiter. 


20 bis 30 Prozent des aufgenommenen Glyphosats werden im oberen Magen-Darm-Trakt von Säugetieren absorbiert und die maximale Glyphosat-Konzentration kann dann fünf bis sechs Stunden nach der Aufnahme im Blut nachgewiesen werden. Zudem ist wissenschaftlich belegt, dass Glyphosat im Gewebe akkumuliert, also eingelagert und auch angereichert wird. Somit kann es auch im tierischen Organismus zu ähnlochen Vorgängen wie in der Pflanze kommen: Die Mineralstoffe stehen den Tieren nicht mehr für wichtige Prozesse im Körper zur Verfügung, Mangelerscheinungen und ihre Begleitsymptome können die Folge sein.

 

An der Universität Leipzig wurde in dem Bereich – Glyphosat im tierischen Organismus – in den letzten Jahren intensiv durch die Veterinärmedizinerin Prof. Dr. Monika Krüger und ihr Team am Institut für Bakteriologie und Mykologie geforscht. Sie konnten bei Rindern, bei denen Glyphosat im Urin gefunden wurde, nachweisen, dass diese unter einem Mangel an Kupfer, Mangan, Selen und Kobalt litten. Auch symptomatisch waren diese Tiere auffällig. Die Spurenelementsmängel wirkten sich unter anderem auf die Hautgesundheit und die korrekte Stellung der Vordergliedmaßen aus. Bei Blutuntersuchungen waren zudem einige Leberwerte in Abhängigkeit von der im Urin nachgewiesenen Glyphosatmenge erhöht. Das Team aus Leipzig konnte auch zeigen, dass die Pansenflora von Rindern durch das Glyphosat nachhaltig geschädigt wird, da Glyphosat auch eine spezifisch-antibakterielle Wirkung hat, die nützlichen Pansenbakterien also teilweise getötet werden. Durch das entstehende Ungleichgewicht der Pansenflora können bösartige Keime, wie zum Beispiel Clostridium botulinum (Auslöser der Vergiftungskrankheit Botulismus), welches im Übrigen glyphosatresistent ist, sich leichter vermehren. Ob das immer häufigere Auftreten von Botulismus in Kuhherden im Zusammenhang mit dem großzügigen Glyphosateinsatz steht, ist eine Vermutung, der aktuell in der Forschung weiter nachgegangen wird. 


Auch bei Pferden beobachtet man zunehmend Fälle von Mineralmangelerscheinungen und/oder Störungen der Darmflora, die im Groben mit der im Rinderpansen vergleichbar ist. Zusammenhänge mit einer möglichen Aufnahme von Glyphosat wurden leider bisher beim Pferd nicht untersucht. Laut Prof. Krüger ist aber von ähnlichen Vorgängen im Pferdekörper auszugehen, wie sie sich bei Rindern zeigen.

 

Eine Erkrankung der Pferde, die in den letzten Jahren auch immer gehäufter auftritt, steht eventuell ebenfalls im Zusammenhang mit der Ausbringung von Glyphosat: die Atypische Weidemyopathie. Diese Erkrankung tritt ausschließlich bei (meist jungen) Pferden in Weidehaltung auf und betrifft die Muskulatur ohne vorangegangene körperliche Belastung. Sie führt sehr schnell zur Zerstörung der Muskeln – auch des Herzmuskels – und endet meist innerhalb von wenigen Tagen tödlich. Als Hauptauslöser gelten Ahornsamen, die Teerfleckenkrankheit der Ahornblätter und die Giftstoffe der Endophyten, welche Weidegras (vor allem das Deutsche Weidelgras) befallen bzw. in einer friedlichen Ko-Existenz mit dem Weidegras als Fraßschutz leben. Glyphosat selbst begünstigt zum einen den Mineralstoffmangel, der bei allen Pferden mit Atypischer Weidemyopathie nachweisbar ist. Zudem ist anzunehmen, dass wie bei Rindern ein chronischer Botulismus ausgelöst werden kann, der zu einer deutlichen Schwächung der Tiere führt und interessanterweise viele übereinstimmende Symptome mit der Atypischen Weidemyopathie aufweist.

 

Zur Behandlung von Pferdeweiden gegen Giftpflanzen oder Beikräuter (zum Beispiel Ampfer) wird durchaus auch von Pferdebesitzern in Unwissenheit zur frei verkäuflichen Kleinpackung Round-Up® gegriffen und damit Glyphosat auf die Weide gebracht. Dabei gibt es mittlerweile auch sehr verträgliche Möglichkeiten der Ampferbekämpfung (demnächst auch Thema hier). 


Bei Rindern erfolgt die Aufnahme von Glyphosat hauptsächlich durch kontaminiertes Futter:

1.       Importe von genetisch verändertem (Ziel: Glyphosat-Resistenz!) Soja (anderer ist auf dem Weltmarkt kaum noch verfügbar!), Mais und Raps,

2.       Getreide und Stroh, die vor der natürlichen Abreife „abgetötet“ wurden (Sikkation),

3.       kontaminiertes Brunnenwasser.

 

Die Parallelen zu Pferden lassen sich schnell und einfach finden:

1.       kaum ein Pferde-Müsli kommt noch ohne Soja oder Mais aus

2.       Getreide, Stroh (Einstreu und Futterstroh) sind im Pferdestall genauso präsent

3.       Viele Großställe, aber auch etwas abseits gelegene Offenställe ohne Anschluss an das öffentliche Trinkwasser tränken zunehmen mit Brunnenwasser aus Brunnen, die häufig nicht tief genug gebohrt sind und damit vermehrt Oberflächenwasser mit Einträgen aus der Landwirtschaft enthalten.
  
 .....
und so weiter ...

Bei Interesse unbedingt weiterlesen, der Text ist sehr interessant in Bezug auf Pferde.

Ich glaube, auch wenn halt bisher nicht wirklich bewiesen, das Thema atypische Weidemyopathie durch Aufnahme von Glyphosat durch Pferde wie durch kontaminiertes Tränkewasser, Bestandteile im Futter, behandeltes Heu oder Heulage oder unvorsichtige Menschen in der Nachbarschaft einer Pferdeweide, die ohne Sinn und Verstand mit Roundup rumpanschen, sollte man im Auge behalten, zumal das Zeug ja leider in den kommenden 5 Jahren nach wie vor nicht verboten worden ist.

LG
Renate

Mittwoch, 3. Januar 2018

Glyphosat im Zusammenhang mit chronischem Botulismus

- Ein Text von Provieh -


Mit dem Titel: "Das Leben sterben sehen – Rinderbotulismus und Glyphosat"

Das unten ist erstmal der Link:


Darin ist sehr gut erklärt, was chronischer Botulismus eigentlich ist, wie Clostridium botulinum wirkt und warum da ein Zusammenhang mit Glyphsat gefunden wurde.

Ich werde Euch einfach die wichtigsten Textstellen hierher übernehmen. Wer alles lesen möchte, findet den ganzen Text oben in dem Link:

...
 Ein schleichendes Problem geht um in der deutschen Milchviehhaltung: Rinderbotulismus. Seit 1996 wurde die Krankheit schon auf über tausend Betrieben nachgewiesen, von denen die meisten in Nordwestdeutschland liegen. Die Dunkelziffer ist vermutlich hoch, denn die Krankheit breitet sich in einem Betrieb schleichend aus und wird zunächst leicht übersehen. Je weiter die Erkrankungsrate an Fahrt aufnimmt, desto mehr Kühe leiden an Leistungsabfall, Muskel- und Pansenlähmung, Labmagenverlagerung, Bewegungs- und Schluckbeschwerden und an gestörten Lid-, Ohr- und Zungenreflexen – alles Folgen von Rinderbotulismus. .......
.....
Das Gift von C. botulinum ist ein Neurotoxin (Nervengift), das als BoNT bezeichnet wird. Es ist stärker als jedes andere von Lebewesen gebildete Gift. Rein theoretisch lässt sich mit 40 Gramm die gesamte Weltbevölkerung vernichten (Kritischer Agrarbericht 2001). Es verhindert an den Synapsen zwischen Nervenfasern und Muskeln die Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin und legt so die Muskulatur lahm. Zum Glück kann das Immunsystem Antikörper gegen das BoNT bilden, weil es als Eiweiß von partikulärer Natur ist.

Wird das BoNT mit verdorbener Nahrung aufgenommen, wird akuter Botulismus erzeugt. Werden dagegen Sporen von C. botulinum aufgenommen, die erst im Darmtrakt auskeimen und einen Vermehrungszyklus starten, der zur chronischen Bildung von BoNT führt, spricht man von chronischem (= viszeralem) Botulismus. Er macht das betroffene Rind zum Dauerausscheider von Sporen von C. botulinum und damit zu einem chronischen Infektionsrisiko für die gesamte Herde. Je kranker das Rind schon geworden ist, desto besser kann sich C. botulinum in ihm noch mehr vermehren und so die Gift- und Sporenfracht erhöhen. Dem Teufelskreis können außer Rindern auch Menschen zum Opfer fallen – bei Säuglingen eine Ursache für den plötzlichen Kindstod (siehe Advisory Committee on Microbiological Safety of Food 2006).
.... 
Je schwächer das Immunsystem und je höher die Belastung mit Sporen von C. botulinum, desto eher können Rinder an chronischem Botulismus erkranken. Prof. Dr. Monika Krüger von der Universität Leipzig erkannte, dass vor allem Milchkühe mit hoher Milchleistung einem weiteren Schadfaktor ausgesetzt sind: Glyphosat, Wirkstoff des Totalherbizids Roundup und in zu starker Konzentration in gentechnisch veränderter (GV) Soja enthalten, die Glyphosat verträgt. Seit einigen Jahren werden Getreide- und Kartoffelfelder kurz vor der Ernte mit Glyphosat gespritzt, um alle grünen Pflanzenteile abzutöten (Sikkation, siehe PROVIEH-Magazin 1-2012). Mit GV-Soja und sikkiertem Getreide im Kraftfutter nehmen Milchkühe auch Glyphosat auf. Es gelangt aus dem Darmtrakt in alle durchbluteten Körperteile, wie eingehende Analysen bewiesen. Außer im Harn von Rindern wurde Glyphosat auch im Harn von Großstädtern nachgewiesen, ein Zeichen, dass es in der Nahrungskette weitergegeben wird.
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 Wie vielfältig die von Glyphosat angerichteten Schäden sind, hat Prof. Krüger am 30. Juni 2012 auf einer AVA-Tagung angeführt. Bei ausreichender Konzentration führt Glyphosat zu Störungen der Fruchtbarkeit, zu Fehl- und Missgeburten, Nekrosen an Ohren und Schwanz und zu Leber- und Nierenschäden. Glyphosat bindet Spurenelementen wie Kupfer, Mangan und Kobalt und macht sie so unverfügbar für Lebewesen, dass diese Opfer von Mangelkrankheiten werden können. Schon in äußerst geringen Konzentrationen hemmt Glyphosat die Vermehrung von Enterokokken und anderen Bakterien, die zu einer gesunden Darmflora gehören und potente Gegenspieler von C. botulinum sind. Zu den Abbauprodukten von Glyphosat gehört die Substanz AMPA, die im Pansen die Anheftung der Pansenbakterien an das aufgenommene Futter behindert. Dann kann die Kuh das aufgenommene Futter nur noch mangelhaft verwerten. Auf vielfältige Weise also stresst Glyphosat die Kuh, schwächt ihr Immunsystem und macht sie zu einem leichten Opfer von chronischem Botulismus, aber auch von Rausch- und Gasbrand, die von anderen Clostridium-Arten verursacht werden.
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Dem Rinderbotulismus liegt mit Glyphosat und angereicherten Mengen von Clostridium-Sporen also ein hochgefährliches Ursachengeflecht zugrunde. Gegenmaßnahmen gegen diese Risiken erwiesen sich in der Praxis als überraschend erfolgreich, wie Tierarzt Achim Gerlach aus Burg (Dithmarschen, Schleswig-Holstein) auf der AVA-Tagung 2012 berichtete. Auch Schweinebauern erlebten, wie die Gesundheit ihrer Schweine aufblühte nach Umstellung auf glyphosatfreies Futter. PROVIEH wird die noch ziemlich neuen Erkenntnisse über die Gemeingefährlichkeit der erörterten agrarindustriellen Gepflogenheiten verstärkt in seine Arbeit einbringen.

Sievert Lorenzen 
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Wer noch mehr und  Genaueres darüber wissen möchte, kann sich auch noch die pdf unten durchlesen.


Der Professor, der den Text oben verfasst hat, arbeitet an der Uni Kiel am zoologischen Institut.

LG
Renate