Mittwoch, 25. Juli 2018

Wie wir den ersten Rentenmonat überbrücken, habe ich nun auch geklärt

Das war ne schwere Geburt mit viel Telefoniererei

Am wenigsten Plan hatte natürlich, wie hätte man das auch anders erwarten können, der Sachbearbeiter, der beim Jobcenter für uns zuständig ist .. nämlich eher null Plan außer bei den Sachen, die sie dann ab dem Monat, wo ich Anspruch auf Rente habe, egal ob sie es zahlen müssen oder aber nicht, nicht bezahlen müssen .. also an mich .. nämlich nichts in dem Fall .. andererseits wiederum klar, was sie meinem Mann dann abziehen dürfen, ganz unabhängig davon, ob ich das Geld nun schon bekommen habe oder nicht.

Also ganz toll .. Jobcenter live wie immer.




Also zuerst habe ich die Deutsche Rentenversicherung angerufen, da dann die Auskunft bekommen, dass sie ca. 3 Monate zum Ausrechnen brauchen und ich muss da ein Formular ausfüllen, formlos geht nicht .. kann mir das Formular aber da dann formlos bestellen.

Das werde ich die Tage dann also mal machen, damit sie schonmal anfangen können zu rechnen.


Wegen der Hubertus-Heil-Sache steht hauptsächlich aktuell im Raum, ob es für das 3. und 4. Kind noch mehr an Geld gibt, mehr wohl nicht .. würden dann ca. 60 Euro .. sollten sie sich überlegen, das dann den Müttern zu bezahlen die mehr als 2 Kinder haben.

Alles andere ist wohl eher unwahrscheinlich, auch wenn aktuell viel drüber geredet wird, dass alle Frauen ab dem ersten Kind und dann ja auch die mit mehr als zwei für die ersten beiden Kinder mehr kriegen.

Das scheint also eher dummes Gelaber zu sein, womit man den Menschen wieder Dünnsinn einbläst, aber hat nichts mit der Realität zu tun, wenn ich das richtig verstanden habe.


Nächster Anruf dann beim Jobcenter ... habe stundenlang versucht, da wen zu erreichen ... bin immer wieder aus der Leitung geflogen und wollte ja nun erstens fragen, wann sie denn mal die Differenz zur Mietobergrenze nachzahlen, die ja nun schon seit 1.4.18 feststeht und wir haben inzwischen fast August .. aber auch, wie ich denn den nächsten Antrag stelle, weil ich ja ab Februar aus dem Leistungsbezug rausfalle.

Irgendwann klingelte das Handy.... es war angekommen, dass ich ne Frage habe, also das war dann ja nett .. der Sachbearbeiter kam nicht durch, weil logisch ich das Telefon in der Hand hatte und den ganzen Vormittag meinerseits versucht habe, da über die Zentrale zur Abteilung für Selbständige durchzukommen.

Na ja .. das hat dann also auch geklappt, den so an die Strippe zu kriegen.




Auskunft 1 wegen der Nachzahlung der Mietkosten bis zur nun ja höheren Mietobergrenze: Das rechnen sie von alleine aus und zahlen es dann irgendwann, wenn sie soweit sind, auch wohl mal nach .. wann steht in den Sternen .. wenn sie halt soweit gekommen sind.

Es kann sich also nur noch um Wochen oder einige Monate handeln, irgendwann kommen die Taler dann.




Dann darf ich obwohl ich nicht mehr im Leistungsbezug stehe, den nächsten Antrag ruhig weiter als Vorstand der Bedarfsgemeinschaft stellen .. vielleicht bleibe ich das auch .. oder sie ändern es dann von selbst später auf meinen Mann um. Okay .. das war dann also schonmal geklärt.

Dass ich wohl nicht in Grundsicherung fallen werde, sondern sogar meinem Mann was werde abgeben müssen, das meinte der Sachbearbeiter des Jobcenters auch .. weil so sehr viel an Krankenversicherung und Pflegeversicherung wird es wohl nicht sein. Ich gehe so sicher nicht unter meinen Bedarf.

Aber haben habe ich davon nichts außer ein Problem, bei dem mir der Sachbearbeiter dann auch nicht weiterhelfen konnte, sondern außerdem keine Ahnung hatte, wie ich denn dieses Problem lösen könnte.

Da ich ja nicht mehr im Leistungsbezug stehe, habe ich auch keinen Anspruch auf Überbrückungsgeld.



Der gute Mann meinte nun, die Rentenversicherung selbst müsste mir auf meine Rente einen Vorschuss zahlen.

Aber da irrt der sich .. das müssen die nicht .. also gegrübelt und hatte dann die Idee, die mich auch weiterbrachte.




Ich habe dann also das Sozialamt Preetz angerufen, ob Dir mir mal erzählen können, was ich in dem Fall denn eigentlich machen kann, denn die ziehen uns im Februar ja mehr als die Hälfte ab, obwohl meine Rente erst Ende Februar eingehen wird .. das ist wirklich viel Geld dann .. wie soll man denn so klarkommen.

Aber da waren sie ganz nett und wussten auch Bescheid. Ich soll dann ca. einen Monat vorher mal kommen, kriege von da einen Überbrückungskredit, den ich auch in gemütlichen kleinen Raten wieder zurückzahlen darf .. muss nur meine Unterlagen mitbringen, am besten auch den Rentenbescheid, wenn ich den dann schon vorliegen habe.

Uff.




Also werde ich dann mal sofort diesen formlosen Brief an die Rentenkasse schreiben, damit die mir das Formular schicken, damit ich gleich Rente beantragen kann und das dann alles bis Februar 19 auch wirklich schon geklärt und fertig ist.

Dann sollten wir wohl durchkommen, auch im Februar 19.




Aber was mich doch immer wieder einfach nur begeistert bei sowas, ist die unglaubliche "Kompetenz" der armen Mitarbeiter bei den Jobcentern, was ja auch immer wieder andere sind und denen grundsätzlich jede Ausbildung fehlt, damit sie einem wirklich weiterhelfen können.

Und klar diese Hotline .. die war doch der Hit mal wieder .. einfach nur toll. 



LG
Renate

Dienstag, 24. Juli 2018

Auch Arme können sich freuen - Teil 1

Was arme Leute glücklich macht .. aus meiner ganz persönlichen Erfahrung

Ich kenne auch arme Leute, die 99 % ihres Tages damit zubringen, sich selbst zu bemitleiden und ununterbrochen rumzujammern, weil sie so arm sind.

Diese Einstellung wird ihnen selbst nicht weiterhelfen, denn so ohne weiteres wird sich an der Armut von Millionen von Menschen in Deutschland so schnell nichts ändern.

Also freut Euch doch, wenn das Geld mal für eine Schale frisches Obst gereicht hat!
Für Menschen, die nicht arm sind, ist es normal, sich tagtäglich genug Obst und auch genug zu Essen kaufen zu können, bei den Armen in Deutschland ist das eben nicht normal.

Wir verhungern nicht, aber wir sind das, was man mangelernährt nennt und da ist es toll, wenn man ab und zu was essen kann, das eben nicht der letzte Billigfraß ist .. lernt, diese Momente zu genießen genauso wie die Schönheit der Natur noch zu sehen wie diese Blume rechts.
Ein Haustier .. im Regelsatz ist kein Geld dabei, um sich ein Haustier halten zu können. Trotzdem macht uns unser Boomer glücklich und solange diese Intrige, der wir zum Opfer gefallen sind, nicht dafür gesorgt hatte, dass unsere Pferde nun auf einem Gnadenhof leben und eines davon sogar aus diesem Grund hat sterben müssen, haben uns auch unsere Pferde glücklich gemacht .. und zwar obwohl wir wegen der Pferde noch mehr haben hungern müssen als es sonst der Fall gewesen wäre.
 Auch sowas Einfaches wie Nudeln mit Tomatensoße kann glücklich machen, wenn man arm ist ... es gibt bei jedem Armen sicher Tage, wo das schon ein Festessen sein kann ... das kennen alle armen Leute und wenn dann noch Soße auf den Nudeln ist, ist das schon ein Grund zur Freude.
Mal nicht die ganz billigen Kekse essen oder überhaupt noch Geld für ein bisschen Gebäck zu haben, wenn man wie ich gern nascht .. ist doch schön .. und an sowas kann ich mich sehr freuen .. dazu eine heiße Tasse Milchkaffee und der Tag ist mein Freund.

 Wir wohnen in einer sehr schönen Landschaft.

Jürgen und ich genießen die Gegend, in der wir zu Hause sind, jeden Tag, indem wir einfach viel spazierengehen und unterwegs alles fotografieren, was uns auffällt und nett aussieht.

Früher war fotografieren viel teurer, heute kann man alle diese Momente fast kostenlos festhalten und durch das Internet lebendig halten.
Wir freuen uns, wenn die Sonne scheint oder wenn sie zu viel scheint wie momentan, freuen wir uns auch einmal über Regen ...auch das Wetter kann ein Grund zur Freude sein, selbst wenn man sonst kaum was anderes zum freuen hat.

 Einkaufen gehen ... für Menschen, die genug Geld haben, vielleicht eine lästige Pflicht .. jeder Arme ist froh, wenn er einkaufen gehen kann.

Falls es mal mehr als nur Essen ist ... was ist das für eine Freude, sich mal ein Paar flauschige neue Socken kaufen zu können und die mit den vielen Löchern endlich wegzuwerfen ... ein paar neue Plastiklatschen für wenig Geld zu finden und die wegwerfen zu können, von denen man immer Hühneraugen bekommen hat, weil sie schon so abgelatscht waren.
Wenn man dann mal im Internet ein Foto von einem der eigenen Kinder findet, die gerade etwas Schönes gemacht haben, von dem man schon lange nicht mehr was mitbekommt, weil man ohne Geld für Kinder eben vollkommen uninteressant geworden ist und sie einen einfach ignorieren, wenn man arm und alt ist .. das freut einen auch .. denn auch arme Leute denken täglich an ihre Kinder, egal ob die noch kommen oder nicht.

 Ein kostenloses kleines Picknick unterwegs .. ist doch schön.

Mal was kaufen, was man nicht immerzu isst und das vom Preis her noch bezahlbar war .. auch das macht Freude.

Umsonst ernten, weil man irgendwo sogar ganz viel frisches Obst in der Natur gefunden hat.

Menschen mit genug Geld wissen die Freude darüber ganz sicher nicht so zu schätzen wie wir Armen das tun.

 Wer arm ist, lernt die Welt mit vollkommen anderen Augen zu sehen und ist viel bescheidener, was Freude anbelangt .. zumindst dann, wenn er nicht so fertig mit der Welt ist, dass er in Depressionen verfällt .. und das sollte man nicht tun, nur weil man zu den Millionen Armen in Deutschland gehört.

Kirschen, die nichts gekostet haben .. Kirschen sind ja so lecker .. und so teuer !!!!



Ein lecker Pudding mit draußen in der Natur gefundenen kostenlosen Johannisbeeren .. da freut man sich doch drüber oder darf es ruhig tun.

Ein kleiner Ausflug, den man sich eigentlich gar nicht hätte leisten können ...auch Arme machen sowas manchmal .. ein wenig Unvernunft, wenn es nicht übertrieben ist, dürfen sich auch  Arme einmal erlauben.

So haben wir unseren Ausflug an die Ostsee trotz Benzin verplempern an diesem Tag sehr genossen, denn wir haben uns so einen Luxus trotz unseres Wohnortes nur 20 km von der Ostsee weg schon jahrelang nicht mehr gegönnt.
Tja ... und unser Auto war schon toll .. es machte das Einkaufen bequem .. es half uns sehr, als unsere Pferde noch bei uns waren und auch wenn Autofahren irrsinnig teuer ist .. denn unter 150 Euro im Monat Extra-Kosten ist Autofahren nunmal nicht drin .. kostet eher mehr, wenn man noch die Anschaffung von ab und zu einem anderen alten Auto mitrechnet, das man ja ansparen muss oder auch mal eine Reparatur bezahlen ...so ein Auto ist auch ein Grund zur Freude .. selbst wenn die, die kein Auto haben, nun ohne Auto eben mehr essen können, weil sie die Kosten für Steuern, Versicherung, Benzin, Anschaffung und Reparaturen und so weiter eben nicht haben.

Tja .. das wollte ich mal erzählen.

Jürgen und ich sind jetzt seit ungefähr 11 Jahren bettelarm.

Wir haben viel Erfahrung mit dem Arm-Sein .. und wir wissen auch, dass sich das für uns auch im Rentenalter vermutlich nie mehr ändern wird.

Einzige Hoffnung .. unsere Politiker könnten begreifen, dass man so mit den Millionen Bundesbürgern nicht umgehen sollte, weil die durchaus wahlberechtigt sind und irgenwann auf die Idee kommen könnten, vollkommen anders zu wählen als erwartet.

Und was macht Ihr dann, liebe ach so reiche Politiker der momentan noch etablierten Parteien, die die Armen in diesem Land einfach ignorieren und nur für die Stinkreichen da sind ???

LG
Renate

Sonntag, 22. Juli 2018

Besonders niedrige, mittlere und hohe Bezahlung je nach Job

Ein paar Zahlen aus der Frankfurter Allgemeinen

Ich habe da mal was zur Bezahlung in unterschiedlichen Berufen gefunden.

Am allerwenigsten verdienen Hilfsarbeiter, aber es gibt auch viele andere Berufe, wo bitterwenig verdient wird.

Dazu gehören die Friseure, Personal in der Pflege, Berufskraftfahrer, Köche, Kellner, Call-Center-Mitarbeiter, Kassenpersonal, Küchenhilfen, Mitarbeiter in der Rezeption, Zahnarzthelferinnen, alle diese Berufe und sicher noch mehr gehören zu den sehr schlecht bezahlten Geringverdienern, obwohl sie einen Beruf gelernt haben.

Mittelmäßig, aber auch längst nicht mehr gut bezahlt werden kaufmännische Angestellte, Mechatroniker oder Architekten sowie technischer Kundendienst.

Für jeden Beruf, in dem man gut verdient, braucht man ein abgeschlossenes Studium, aber selbst das ist Branchen-abhängig ... wer studiert hat, gehört nicht zwangsläufig auch zu den Gutverdienern.

Und was in diesem Text gar nicht drin ist, sind alle die Leute, die über Leiharbeit sowieso mit dem Mindestlohn hinkommen müssen ... denn alle die genannten Geringverdiener in diesem Link verdienen noch mehr als den Mindestlohn .. der liegt noch weit darunter.

Wer mag, einfach mal in den Link reinschauen .. eben unter dem Aspekt, dass die Leiharbeiter da vergessen worden sind.


LG
Renate

Fake News und wie diese Hetze funktioniert

Der ARD klärt auf


Über die Arbeit eines ARD-Journalisten zum Thema Hetze im Netz und wie leicht es ist, etwas "schlicht gestrickte Gemüter" so in die Richtung zu hetzen, in die man sie gern haben möchte.


LG
Renate

Samstag, 21. Juli 2018

Warum momentan eine Erhöhung der Regelsätze gut für die Wirtschaft wäre

.. weil nämlich unsere Inflationsrate aktuell viel zu niedrig ist


Ich habe mich eben mit einer Freundin über die Regelsätze unterhalten und sie hatte Angst vor einer schlimmen Inflation, wenn man den Armen die Regelsätze etwas hoch setzt.

Also die Gefahr bestünde laut diesem Text hier nicht, den ich über die momentane Inflationsrate in Deutschland gefunden habe, da wir aktuell eher auf eine Deflation zusteuern und etwas Inflation aber gut für die Wirtschaft wäre.

Warum also lässt man dann die Armen weiter hungern? Muss doch wirklich nicht sein.

Schaut mal hier .. Ihr müsst ne Frage beantworten, dann könnt Ihr alles lesen.


Daraus nur mal auszugsweise:
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In Deutschland wird die Inflationsrate offiziell mithilfe eines imaginären Warenkorbs errechnet. Dieser Warenkorb für die Inflations-Berechnung ist eine statistische Größe und beinhaltet eine repräsentative Auswahl verschiedener Produkte, die regelmäßig nachgefragt werden. Diese spiegeln den durchschnittlichen Konsum wider. Die Feststellung der Inflationsrate in Deutschland wird vom Statistischen Bundesamt Destatis vorgenommen – pro Monat und für das gesamte Jahr.
Bei der Berechnung des Preisniveaus mithilfe eines imaginären Warenkorbs können sich allerdings verschiedene Probleme ergeben. So werden Qualitätsverbesserungen von Waren nicht immer genau erfasst. Dem versucht das Statistische Bundesamt zwar seit 2002 mit der sogenannten „Hedonischen Preisbereinigung“ entgegenzuwirken, die allerdings auch nicht ganz unumstritten ist, da hier Qualitätsverschlechterungen nicht berücksichtigt werden. Ein weiteres Problem ist der zunehmende zeitliche Abstand zwischen dem Basisjahr und dem Berechnungsjahr, da sich über größere Zeiträume hinweg das Konsumentenverhalten verändert. Ferner werden wichtige wirtschaftliche Bereiche, wie etwa der Finanzgüter- und Immobiliensektor, nicht durch den Warenkorb erfasst.
...
 
Die Inflationsrate hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Kaufkraft des Gelds, sondern auch auf politische Entscheidungen, zum Beispiel die Festlegung der Regelsätze für Arbeitslosengeld II. Zudem spielt die Inflationsrate bei Tarifverhandlungen eine wichtige Rolle.
...
 
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Jahr 2014 bei knapp einem Prozent – das bedeutet praktisch Preisniveaustabilität. Im Februar 2015 betrug der Wert nur noch 0,1 Prozent, im Vormonat war dieser sogar negativ: minus 0,4 Prozent. Die Entwicklung der Inflationsrate in Deutschland ist schon seit einigen Jahren rückläufig:
  • 2011: 2,3 %
  • 2012: 2,0 %
  • 2013: 1,5 %
  • 2014: 0,9 %
Experten erwarten für das Jahr 2015 eine Inflationsrate von 0,5 Prozent – wenn keine Trendumkehr eintritt. Gemessen am allgemein angestrebten Ziel einer gemäßigten Inflationsrate zwischen zwei und drei Prozent besteht also eher die Gefahr einer Deflation als einer Inflation. Diese könnte ernste Konsequenzen für die Wirtschaft haben, da Konsumenten in Erwartung weiter sinkender Preise Käufe aufschieben. Das wiederum würde sich äußerst negativ auf die Binnennachfrage und somit auf die Konjunktur auswirken. Die EZB versucht mit ihrer Niedrigzinspolitik einer drohenden Deflation im Euroraum entgegenzuwirken. Da die EZB ihre Möglichkeiten noch nicht voll ausgeschöpft hat, ist vorerst nicht mit einer Deflation zu rechnen – die Gefahr einer Deflation besteht allerdings weiterhin.
...
LG
Renate

Kirchbarkau holt albanische Familie zurück

Diesen Einsatz der Kirchbarkauer finde ich so toll


Unser Freund Kalli hat es gerade bei Facebook geteilt, dass die Kirchbarkauer es mit einem unermüdlichen Einsatz geschafft haben, die albanische Familie nach ihrer Abschiebung wieder zurück nach Kirchbarkau zu holen. Der Papa kommt auch nach.

Nach dem ganzen Rassenhass, den man ständig in Deutschland liest und den ich so schrecklich finde und auch unmenschlich, endlich mal was richtig Tolles, das ich deshalb unbedingt hier mal posten möchte.

Die ganze Geschichte der Abschiebung und über den Kampf der Nachbarn und Freunde aus Kirchbarkau für diese Familie findet Ihr den den Artikeln der Kieler Nachrichten, die ich unten mal verlinke.








LG
Renate
 


Donnerstag, 19. Juli 2018

Eine neue Idee des VdK zum Thema Pflege

.. auch weil es eigentlich kostengünstiger wäre für den Staat


Weil auch Angela Merkel wohl mal betont hat, wie wichtig die häusliche Pfege durch Angehörige für Deutschland wäre, hat der VdK nun die Idee, ob man nicht die Bezahlung der häuslichen Pflege genauso handhaben könnte wie beim Elterngeld, auch in der gleichen Höhe.

Die CDU sieht das eher kritisch, steht da, die SPD findet diese Idee generell sympathisch.

Ich sehe diese Idee aus einem Grund kritisch, der sicherlich ein vollkommen anderer ist als der von der CDU.

Elterngeld ist nämlich beim ALG II nur bis zu einer Höhe von 300 Euro anrechnungsfrei, und das auch nur, wenn die Frau vorher berufstätig war, der Rest wird angerechnet. Wenn die Frau nicht berufstätig war, werden sogar die 300 Euro angerechnet, uns sie bekommt gar keinen Freibetrag. Den Link, wo Ihr das nachlesen könnt, stelle ich  noch unter den mit der Idee von VdK.

Der VdK ist nun der Meinung, so würde man den Angehörigen zu Hause die Pflege von  ihren Pflegefällen attraktiver machen, weil sie so ja mehr Geld dafür bekommen würden und sich das eher leisten könnten, es zu tun.

Das denke ich aber nicht.

Jetzt wird das Pflegegeld weder beim Pflegefall noch bei der Person, die pflegt, aufs ALG II angerechnet, sondern hat den Status einer Aufwandsentschädigung oder so in der Art.

Besonders bei einem schweren Pflegefall liegt das Pflegegeld oft über 300 Euro, nur bei ganz leichten Fällen nicht. Aber selbst das würde ja jemand nicht anrechnungsfrei haben, wenn er vorher nicht berufstätig war laut dem Elterngeldmodell.

Die Menschen, die sich um Menschen kümmern, die Pflegefälle sind, würden so gegenüber der momentanen Regelung aber finanziell benachteiligt werden.

Das müsste, wenn man sowas einführt, aber vorher gründlich geklärt werden.

Ich finde es schon sowieso ungerecht, dass alle Sozialleistungen wie Kindergeld, eben das meiste vom Elterngeld oder sogar alles und so weiter nicht anrechnungsfrei sind, weil man so schon immer sozialschwache Haushalte bestraft hat und das ja der eigentliche Grund ist, warum in Deutschland so viele Kinder und Familien mit Kindern unter die Armutsschwelle gerutscht sind.

Wenn man das dann bei der Pflege genauso macht, wird es nur noch ungerechter.

So nett wie diese Idee gemeint sein mag .... sie wird den Menschen, die Angehörige pflegen, nur noch mehr Nachteile bringen als sie jetzt schon haben in diesem Staat.

Wer das nachlesen möchte, siehe die beiden Links unten:

 https://www.gmx.net/magazine/politik/sozialverband-pflegegeld-elterngeld-modell-33070164

https://www.zurecht.de/sozialrecht/elterngeld/alg2/ 

LG
Renate